Veganer Hackbraten mit Linsen und Pilzen: Rügenwalder Mühlen Hack, Kidneybohnen und Blätterteig-Variante
Dieser vegane Hackbraten aus braunen Linsen und Champignons bringt das klassische Wohlfühlgericht rein pflanzlich auf den Tisch – sättigend, schneidbar und mit einer süß-würzigen Tomatenglasur, die karamellisiert aus dem Ofen kommt. Braune Linsen kaufst du bei Billa, Spar oder Hofer ab ca. 1,29 EUR/500g, bei Rewe oder Edeka ebenso – die günstige Grundlage für sechs großzügige Portionen.
Pilze ohne Salz scharf anbraten und 20 Minuten Ruhezeit nach dem Backen sind die zwei entscheidenden Schritte für einen veganen Hackbraten, der sich sauber in Scheiben schneiden lässt
Salz in der Pfanne würde aus den Champignons sofort Feuchtigkeit ziehen – sie würden dämpfen statt rösten, und das für den Hackbraten so wichtige Umami bliebe auf der Strecke. Nur beim trockenen, scharfen Anbraten karamellisieren die Pilze goldbraun und geben der gesamten Masse Tiefe. Genauso entscheidend ist die Ruhezeit nach dem Backen: mindestens 15 bis 20 Minuten in der Form lassen, damit sich Linsen, Haferflocken und Leinsamen vollständig verbinden und der Hackbraten beim Schneiden nicht zerfällt. Wer Zeit sparen möchte, kann Rügenwalder Mühlen Hack (ca. 2,99 EUR/350g bei Rewe, Edeka, Kaufland und Lidl DE sowie bei Billa Plus und Spar AT) verwenden: auftauen, mit dem angebratenen Gemüse vermengen und das Rezept ab dem Mischungsschritt fortsetzen.
Welche Variationen mit Kidneybohnen, Seitan, Sojagranulat und Blätterteig gibt es – und welche Sauce passt zum veganen Hackbraten?
Wer eine festere Konsistenz bevorzugt, ersetzt die Hälfte der braunen Linsen durch eine Dose Kidneybohnen (400g, abgespült) – die Masse wird stabiler und die Farbe tiefer. Für intensivere Fleischtextur eignen sich 250g Sojagranulat (30 Minuten in Gemüsebrühe eingeweicht, gut ausgedrückt) oder 300g Seitan, der mit dem Pürierstab grob zerkleinert wird. Mit 50g gehackten Walnüssen untergemischt bekommt der Hackbraten extra Biss und nussiges Aroma. Im Blätterteig wird er zum Festessen: fertig gebacken und vollständig abgekühlt in Blätterteig (Kühlregal bei Billa oder Spar AT, Rewe oder Edeka DE) einwickeln und bei 200°C nochmals 20 Minuten goldbraun backen. Zur Sauce passt Pilzsauce aus Champignons, Hafersahne (Oatly Hafer Cuisine bei Billa, Spar und dm AT) und Thymian am besten; für eine schnelle Bratensauce genügt Tomatenmark mit Gemüsebrühe und einem Schuss Balsamico. Kalt schmeckt der Hackbraten auch als Aufschnitt auf Vollkornbrot.
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Rezept
Zutaten
- 200g braune oder grüne Linsen (getrocknet)
- 250g Champignons
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Karotten
- 2 Stangen Staudensellerie
- 80g Haferflocken (zart)
- 3 EL Tomatenmark
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Leinsamen (geschrotet) + 3 EL Wasser
- 1 TL Thymian (getrocknet)
- 1 TL Rosmarin (getrocknet)
- 1/2 TL Kreuzkümmel
- 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
- Salz und Pfeffer
- 2 EL Olivenöl
- Für die Glasur:
- 3 EL Ketchup
- 1 EL Ahornsirup
- 1 TL Sojasauce
Zubereitung
- Linsen in reichlich Wasser nach Packungsanleitung weich kochen (ca. 25-30 Minuten). Gut abtropfen lassen und beiseite stellen. Die Linsen sollten weich, aber nicht matschig sein.
- Leinsamen mit 3 EL Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen - das wird unser veganes 'Ei' zum Binden.
- Champignons fein würfeln. In einer großen Pfanne ohne Öl bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten, bis sie goldbraun sind und die Flüssigkeit verdampft ist (ca. 8 Minuten). WICHTIG: Kein Salz hinzufügen, das würde die Pilze matschig machen! Beiseite stellen.
- Zwiebel, Knoblauch, Karotten und Sellerie fein würfeln. In derselben Pfanne Olivenöl erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze 8-10 Minuten anschwitzen, bis es weich ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Eine Kastenform (25x10 cm) mit Backpapier auslegen.
- Die Hälfte der gekochten Linsen in einer Schüssel mit einer Gabel grob zerdrücken - das hilft beim Binden, während die andere Hälfte ganz bleibt für bessere Textur.
- Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermengen: zerdrückte und ganze Linsen, angebratene Pilze, Gemüse, Haferflocken, Leinsamen-Mischung, Tomatenmark, Sojasauce, Thymian, Rosmarin, Kreuzkümmel und Paprikapulver. Gut durchmischen und abschmecken.
- Die Masse fest in die vorbereitete Kastenform drücken. Mit dem Handrücken glatt streichen und leicht andrücken - je fester, desto besser hält der Hackbraten zusammen.
- Für die Glasur: Ketchup, Ahornsirup und Sojasauce verrühren. Die Hälfte der Glasur gleichmäßig auf dem Hackbraten verteilen.
- Im vorgeheizten Ofen 35 Minuten backen. Dann herausnehmen, die restliche Glasur auftragen und weitere 10-15 Minuten backen, bis die Oberfläche karamellisiert und leicht glänzend ist.
- Den Hackbraten mindestens 15-20 Minuten in der Form ruhen lassen - das ist wichtig, damit er beim Schneiden nicht auseinanderfällt! Dann vorsichtig aus der Form heben und in Scheiben schneiden.
Häufige Fragen
- Wo kaufe ich veganes Hack für den veganen Hackbraten bei Billa, Spar, Rewe und Lidl?
- Rügenwalder Mühlen Hack gibt es dauerhaft bei Rewe, Edeka, Kaufland und Lidl in Deutschland für ca. 2,99 EUR/350g. In Österreich führen Billa Plus und Spar veganes Hack von Rügenwalder sowie Eigenmarken wie Vegavita. In der Schweiz bieten Migros und Coop V-Love veganes Hack an.
- Kann ich den veganen Hackbraten einfrieren und wie lange ist er haltbar?
- Im Kühlschrank hält sich der Hackbraten 4–5 Tage. Zum Einfrieren in Scheiben schneiden, mit Backpapier dazwischen legen und in einer Dose einfrieren – hält 3 Monate. Auftauen im Kühlschrank über Nacht, dann in der Pfanne oder im Ofen bei 180°C ca. 10 Minuten aufwärmen, so wird die Oberfläche wieder knusprig.
- Welche Sauce passt zum veganen Hackbraten?
- Pilzsauce aus Champignons, Hafersahne und Thymian ist der Klassiker. Für eine einfache Bratensauce Tomatenmark mit Gemüsebrühe und einem Schuss Balsamico einköcheln lassen. Auch eine Senf-Sahne-Sauce oder klassische Zwiebelsauce ergänzen den Hackbraten perfekt.