Vegane Zucchini-Brownies

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Die Zucchini-Saison in Österreich läuft von Juni bis September – Billa, Spar und Hofer führen dann günstige heimische Ware, und wer einen Garten hat, weiß: ein Strauch liefert schnell mehr Zucchini als man verarbeiten kann. Vegane Zucchini-Brownies sind einer der überraschendsten Wege, Zucchini zu verwenden: Die geriebene Zucchini verschwindet vollständig im Schokoladenteig – weder sichtbar noch schmeckbar – und hinterlässt nur eine außergewöhnlich saftige, fudgige Textur.

Geriebene Zucchini macht Brownies außergewöhnlich saftig – ohne Eigengeschmack

Zucchini besteht zu fast 95 Prozent aus Wasser. Dieses Wasser wird beim Backen langsam abgegeben und durchfeuchtet den Teig von innen – ähnlich wie Apfelmus in anderen veganen Backrezepten. Das Ergebnis: eine Brownie-Textur, die geschmeidig und feucht bleibt, auch Tage nach dem Backen. Das intensive Kakao-Aroma der Zartbitterschokolade überdeckt jeden Eigengeschmack der Zucchini vollständig. Wer den Zucchini-Anteil nicht kennt, würde ihn nie erraten.

Nicht ausdrücken, nicht übermischen und leicht underbacken sind die drei entscheidenden Schritte

Zucchini nicht ausdrücken. Die Feuchtigkeit der Raspeln ist das Herzstück des Rezepts. Wer die Zucchini ausdrückt, beraubt den Teig seiner wichtigsten Feuchtigkeitsquelle – die Brownies werden deutlich trockener.

Nicht übermischen. Sobald Mehl und Kakao eingearbeitet sind, genügen wenige Rührschläge. Übermischter Teig entwickelt zu viel Gluten und ergibt zähe statt fudgige Brownies.

Lieber zu kurz als zu lang backen. Brownies ziehen beim Abkühlen nach. Ein Zahnstocher mit feuchten Krümeln – nicht flüssigem Teig – zeigt den richtigen Zeitpunkt an. 28–30 Minuten bei 175 °C sind ein guter Richtwert.

Welche Variationen sind möglich?

Fertig gebackene Brownies im Kühlschrank aufbewahren – sie halten sich 5–6 Tage und werden dabei noch fudgiger. Wer mehr schokoladige Backideen sucht, findet in den veganen Rote-Bete-Brownies eine weitere Gemüseversion, im Schoko-Kichererbsen-Brownie eine proteinreiche Alternative und in den veganen Airfryer-Brownies eine schnellere Backmethode.

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Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
16 Stuecke

Zutaten

  • 200g Zucchini (ca. 1 mittelgrosse), ungeschalt grob geraspelt
  • 100g Zartbitterschokolade (min. 70%), gehackt
  • 3 EL Kokosnussoel (ca. 45ml) oder vegane Margarine
  • 120g Weizenmehl Type 480 oder Dinkelmehl Type 630
  • 60g Kakaopulver, ungesuesst
  • 150g Rohrohr- oder Kokosblutenzucker
  • 100g Apfelmus, ungesuesst
  • 60ml Hafermilch oder andere Pflanzenmilch
  • 1 EL Leinsamen, gemahlen
  • 3 EL Wasser (für Leinsamen-Ei)
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • Optional: 50g Schokotropfen oder gehackte Walnuesse

Zubereitung

  1. Backofen auf 175 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 20x20 cm Backform mit Backpapier auslegen und leicht einfetten.
  2. Leinsamen-Ei vorbereiten: gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser vermischen und 5 Minuten quellen lassen, bis eine gelartige Masse entsteht.
  3. Zucchini waschen - nicht schalen! Grob raspeln. Die Raspeln NICHT ausdruecken, die Feuchtigkeit ist das Geheimnis hinter der fudgigen Textur.
  4. Gehackte Schokolade mit Kokosnussoel im Wasserbad oder in der Mikrowelle (30-Sekunden-Intervalle, dazwischen umruhren) schmelzen. Etwas abkühlen lassen.
  5. Geschmolzene Schokolade mit Apfelmus, Hafermilch, Zucker und dem Leinsamen-Ei in einer großen Schüssel verruehren.
  6. Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz in einer zweiten Schüssel vermengen. Zu den nassen Zutaten sieben und kurz (!) unterruehren - nicht übermischen, kleine Klumpen sind ok.
  7. Geriebene Zucchini und (falls verwendet) Schokotropfen oder Walnuesse sanft unterheben.
  8. Teig in die vorbereitete Form giessen und gleichmasig glattstreichen.
  9. Im vorgeheizten Ofen 28-32 Minuten backen. Zahnstochertest: feuchte Krumel = perfekt, flussiger Teig = noch nicht fertig, trockener Zahnstocher = etwas zu lang.
  10. Die Brownies vollstandig in der Form abkühlen lassen (mindestens 30 Minuten) - sie werden beim Abkühlen fester und fudgiger. Erst dann in 16 gleichmasige Stücke schneiden.

Häufige Fragen

Kann man die Zucchini in den Brownies schmecken?
Nein. Die geriebene Zucchini ist nach dem Backen weder zu sehen noch zu schmecken. Sie schmilzt praktisch unsichtbar in den Teig und hinterlässt nur ihre Wirkung: eine extrem saftige, fudgige Textur. Kinder und Gäste, die Zucchini normalerweise ablehnen, bemerken die geheime Zutat nicht.
Warum soll ich die Zucchini nicht ausdrücken?
Die Feuchtigkeit der geriebenen Zucchini ist das Geheimnis hinter den fudgigen Brownies. Sie ersetzt teilweise Öl und Pflanzenmilch und sorgt dafür, dass die Brownies nach dem Backen nicht trocken werden. Drückt man die Zucchini aus, verliert man diese wertvolle Saftigkeit – die Brownies werden deutlich trockener und weniger geschmeidig.
Wie lange sind vegane Zucchini-Brownies haltbar?
Bei Raumtemperatur in einem luftdichten Behälter bleiben sie 3–4 Tage frisch. Im Kühlschrank halten sie sich 5–6 Tage und werden sogar noch fudgiger. Zum Einfrieren einzelne Portionen in Frischhaltefolie wickeln und bis zu 3 Monate tiefkühlen.