Vegane No-Meat-Balls mit heller Sauce & Preiselbeeren

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Vegane No-Meat-Balls sind herzhafte Bällchen aus Soja-Granulat, innen saftig und außen knusprig gebraten. Mit einer cremigen Soße und säuerlichen Preiselbeeren werden sie zum Highlight auf dem Esstisch - ob als schnelles Hauptgericht unter der Woche oder als Party-Snack beim nächsten Buffet. Das Rezept gelingt in 35 Minuten und lässt sich gut vorbereiten.

Was macht vegane No-Meat-Balls so saftig und fest?

Das Geheimnis liegt im richtigen Einweichen des Soja-Granulats in heißer Gemüsebrühe. Durch das Einweichen nimmt das Granulat Flüssigkeit und Würze auf und wird weich - beim Braten entsteht dann die typische knusprige Außenhülle. Wichtig: Das eingeweichte Granulat danach wirklich gut ausdrücken. Zu viel Restfeuchte und die Bällchen fallen beim Braten auseinander.

Das Glutenmehl (Seitanpulver) wirkt als Bindemittel. Die Masse nach dem Durchkneten 5 Minuten ruhen lassen - erst dann binden alle Zutaten richtig und die Bällchen halten beim Formen zusammen. Beim Formen jede Kugel fest zusammendrücken und bei mittlerer Hitze geduldig von allen Seiten braten.

Wie gelingt die cremige Soße perfekt?

Die helle Soße entsteht direkt in der Pfanne nach den Bällchen. Zwiebeln in Kokosfett glasig dünsten, dann Gemüsebrühe, Soja-Sahne, Sojasauce und Reismehl verrühren und alles gemeinsam einköcheln lassen. Das Reismehl bindet die Soße sanft ohne Klümpchen.

Für noch mehr Umami: einen Teelöffel Hefeflocken in die Soße rühren. Wer es cremiger mag, ersetzt die Hälfte der Brühe durch zusätzliche Soja-Sahne.

Weitere herzhafte Party-Gerichte findest du bei Vegane Cevapcici vom Grill und Bunten Tofu Hors-d'Oeuvre. Für das perfekte Buffet passen dazu Veganes Hummus und Vegane Bruschetta.

Wofür eignen sich vegane No-Meat-Balls?

Als Hauptgericht: Mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren auf dem Teller - klassisch und sättigend.

Als Party-Snack: Auf Zahnstocher gesteckt mit einem kleinen Preiselbeerdip - ideal für Buffets und Partys. Mehr Inspiration für dein nächstes Fest gibt es in der Veganen Grillparty: Snacks, Rezepte und Tipps.

Zum Vorkochen: No-Meat-Balls lassen sich prima einfrieren. Fertig gebraten abkühlen lassen, einfrieren und bei Bedarf im Ofen aufbacken.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
35 Min
Portionen
2 Portionen

Zutaten

  • 300g Soja-Faschiertes (Soja-Granulat)
  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 1,5 EL Tomatenmark
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 2 EL Sojasauce
  • etwas Thymian
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 3 EL Seitanpulver bzw. Glutenmehl
  • Kokosfett
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Packung Soja-Sahne zum Kochen
  • 1/2 Becher Gemüsebrühe
  • 1,5 EL Sojasauce
  • 1 EL Reismehl
  • Pfeffer, Schnittlauch
  • Preiselbeermarmelade

Zubereitung

  1. Das Soja-Granulat für 15min in der heißen Gemüsebrühe einweichen. Danach abschütten und gut ausdrücken. Die überschüssige Brühe aufheben.
  2. Alle weiteren Zutaten außer das Kokosfett zugeben und gut durchkneten. 5min ziehen lassen, dann Bällchen formen. Dabei die Masse gut zusammendrücken.
  3. Eine Pfanne mit Kokosfett aufstellen und die Bällchen darin von allen Seiten goldbraun braten.
  4. Wenn die Bällchen fertig sind, wieder etwas Fett in die Pfanne geben und die Zwiebel darin glasig braten. Brühe, Sahne, 1,5 EL Sojasauce und Reismehl verrühren und die Zwiebel damit ablöschen. Würzen und kurz köcheln lassen bis die Sauce eindickt.
  5. Soja-Fleischbällchen mit der Sauce mit Schnittlauch bestreut und mit Preiselbeeren servieren.
  6. Lasst es Euch schmecken!

Häufige Fragen

Was ist Soja-Faschiertes und wo kaufe ich es?
Soja-Faschiertes (auch Soja-Granulat oder Soja-Schnetzel) ist getrocknetes Sojaprotein, das durch Einweichen in heißer Brühe rehydriert wird. Du findest es in Reformhäusern, Bioläden, DM, Billa und Spar sowie online. Wichtig: Gut ausdrücken nach dem Einweichen, damit die Bällchen fest bleiben.
Kann ich die Bällchen einfrieren?
Ja, fertig gebratene No-Meat-Balls lassen sich hervorragend einfrieren. Einfach abkühlen lassen, in einer Dose einfrieren und innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen. Zum Aufwärmen im Ofen bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen - sie werden dabei wieder schön knusprig. Die Sauce frisch zubereiten.
Wozu passen vegane No-Meat-Balls am besten?
Als Hauptgericht harmonieren sie mit Kartoffelpüree, Nudeln oder Reis. Für Partys und Buffets eignen sie sich als Fingerfood auf Zahnstocher, mit Preiselbeerdip. Als Meal-Prep lassen sie sich vorbereiten und kalt mitnehmen. Die Preiselbeerkombination macht sie zum Highlight bei Gästen.
Kann ich das Glutenmehl weglassen?
Das Glutenmehl (Seitanpulver) ist das wichtigste Bindemittel und hält die Bällchen beim Braten zusammen. Ohne es fallen die Bällchen auseinander. Als Alternative funktioniert Kichererbsenmehl (3 EL) mit etwas Wasser zu einem dickflüssigen Teig verrührt - das Ergebnis ist etwas fester, aber ebenfalls gut.
Was kann ich statt Preiselbeeren verwenden?
Preiselbeeren sind der klassische skandinavische Begleiter. Als Variante funktionieren Cranberry-Konfitüre, Johannisbeer-Gelee oder ein schneller Chutney aus eingekochten Kirschen. Für eine herzhafte Variante ohne Frucht passt auch ein Senf-Dip oder eine Pilzrahmsauce gut dazu.
Wie viele Bällchen bekomme ich aus diesem Rezept?
Aus 300g Soja-Granulat entstehen je nach Größe ca. 12-16 Bällchen für 2 Portionen als Hauptgericht. Für ein Party-Buffet mit weiteren Gerichten reicht die Menge für 4-6 Personen als Snack. Das Rezept lässt sich problemlos verdoppeln oder verdreifachen.
Sind vegane No-Meat-Balls glutenfrei?
Nein, in diesem Rezept ist Glutenmehl (Seitanpulver) als Bindemittel enthalten. Wer glutenfrei kochen muss, kann stattdessen Kichererbsenmehl mit etwas Flohsamenschalen als Binder verwenden. Sojasauce durch Tamari (glutenfreie Variante) ersetzen.