Veganer Tulsi-Tee: So gelingt der Aufguss mit heiligem Basilikum

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Tulsi, auch heiliges Basilikum genannt, ist ein würziger Kräutertee mit Nelken- und Pfeffernoten, der im Herbst besonders gut schmeckt. Er ist koffeinfrei, rein pflanzlich und in Minuten aufgegossen. Hier findest Du die richtige Menge, Temperatur und Ziehzeit und ein paar Ideen, wie Du ihn abwandelst.

Tulsi ist kein gewöhnliches Basilikum

Tulsi (Ocimum tenuiflorum) gehört wie das Basilikum aus der italienischen Küche zu den Lippenblütlern, schmeckt aber ganz anders. Statt Tomatensauce-Aroma bekommst Du eine würzige Attacke aus Nelke und schwarzem Pfeffer, dann eine mentholige Mitte und einen weichen Abgang, beschreibt Thé-Passion das Geschmacksbild.

Bekannt ist Tulsi vor allem aus der ayurvedischen Teekultur. Bei uns findest Du ihn zum Beispiel in den 5 veganen ayurvedischen Tees.

Rama, Krishna und Vana schmecken unterschiedlich

Auf der Packung stehen oft drei Sorten, die sich im Geschmack klar unterscheiden:

Sorte Blätter Geschmack
Rama hellgrün mild, frisch, leicht mentholig mit Nelkennote
Krishna violett getönt kräftiger, pfeffrig, leicht bitter
Vana wild, grün kräuterig, kampferartig, eukalyptusfrisch

Für den Einstieg ist Rama die sanfteste Wahl, laut Thé-Passion die zugänglichste für europäische Gaumen. Mischungen aus allen drei Sorten sind häufig und schmecken rund.

So bereitest Du Tulsi-Tee zu

  1. 1 Teelöffel getrocknete Blätter pro Tasse (250 ml) in ein Sieb oder eine Kanne geben, bei frischen Blättern 8 bis 10 Stück.
  2. Mit Wasser um 90 Grad übergießen, also kurz vor dem Sprudeln. Sprudelnd kochendes Wasser geht ebenfalls, wie The Tea Cup of Life zeigt.
  3. Zugedeckt 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, damit die Aromastoffe nicht mit dem Dampf entweichen, das empfiehlt auch Jardiner Malin.
  4. Abseihen und pur trinken oder nach Geschmack mit Ahornsirup süßen.

Tipp: Wärme die Tasse oder Kanne vor dem Aufgießen kurz mit heißem Wasser vor, dann bleibt der Tee länger heiß.

Herbstliche Varianten für den Alltag

Pur ist Tulsi schon ein Genuss, aber er lässt sich gut kombinieren:

Wenn Dich andere pflanzliche Teekräuter interessieren, schau in unseren Überblick über vegane Adaptogene. Zum Abend passt Tulsi-Tee gut zu einer ruhigen Yin-Yoga-Einheit oder einer kurzen Yoga-Routine gegen Stress.

Tulsi kaufen, lagern und selbst anbauen

Getrocknete Tulsi-Blätter gibt es in Bioläden, Reformhäusern und Online-Teeshops. Achte auf ganze Blätter statt feinem Staub und auf Bio-Qualität, dann ist der Geschmack deutlich aromatischer. Bei Mischungen lohnt der Blick auf die Zutatenliste, denn Tee ist nicht automatisch vegan, sobald Aromen im Spiel sind.

Luftdicht und dunkel gelagert hält sich getrockneter Tulsi etwa 12 Monate.

Wer selbst anbauen will, setzt die Pflanze laut Jardiner Malin in einen Topf mit mindestens 20 cm Durchmesser und stellt sie in die volle Sonne (mind. 6 Stunden). Blütenstängel zwickst Du früh ab, damit die Blätter aromatisch bleiben. Unter 12 Grad zieht die Pflanze ins Haus.

Vorsicht gilt für Schwangere und bei Medikamenten

Für Schwangere gilt Indisches Basilikum laut MSD Manual als möglicherweise nicht unbedenklich, für die Stillzeit fehlen Daten. Das Handbuch nennt außerdem mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten, etwa Blutverdünnern und Mitteln zur Blutzuckersenkung. Wenn das auf Dich zutrifft, sprich vorher mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Wie viel Tulsi nimmst Du pro Tasse?
Ein gestrichener bis gehäufter Teelöffel getrocknete Blätter pro Tasse (ca. 250 ml) ist ein guter Start. Bei frischen Blättern nimmst Du 8 bis 10 Stück. Wenn Dir der Tee zu mild ist, erhöhe die Menge statt die Ziehzeit.
Wie lange muss Tulsi-Tee ziehen?
Rechne mit 5 bis 10 Minuten, am besten zugedeckt, damit die Aromastoffe nicht mit dem Dampf entweichen. Je länger er zieht, desto würziger wird der Geschmack.
Enthält Tulsi-Tee Koffein?
Nein. Tulsi gehört zu den Lippenblütlern und ist nicht mit der Teepflanze Camellia sinensis verwandt. Der Tee ist deshalb koffeinfrei und passt auch am Abend.
Ist Tulsi-Tee vegan?
Ja, Tulsi-Blätter sind rein pflanzlich. Bei Mischungen lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, denn manche Blends enthalten Aromen oder Zutaten, die nicht pflanzlich sein müssen.
Kann Tulsi-Tee jeder trinken?
Für Schwangere gilt Tulsi laut MSD Manual als möglicherweise nicht unbedenklich, für die Stillzeit fehlen Daten. Hier solltest Du lieber verzichten. Wenn Du regelmäßig Medikamente nimmst, besprich den Tee vorher mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.
Kannst Du Tulsi selbst anbauen?
Ja, auf einem hellen, warmen Fensterbrett oder Balkon. Tulsi braucht mindestens 6 Stunden Sonne und Temperaturen über 15 Grad, bei weniger als 12 Grad holst Du den Topf ins Haus.