Vegane Nachhaltige Mode: Reduce, Re-use und 10 Tipps für deinen Kleiderschrank

26.2.2026

Fast Fashion ist ein globales Problem: Laut Umweltbundesamt fallen in Österreich jährlich mehr als 220.000 Tonnen Textilabfälle an – Tendenz steigend. Nur etwa ein Fünftel davon wird über die Altkleidersammlung getrennt gesammelt, während der überwiegende Teil verbrannt wird.

Jede Person in Österreich kauft durchschnittlich 60 Kleidungsstücke pro Jahr – und rund die Hälfte davon wird noch im selben Jahr weggeworfen. Eine Greenpeace-Umfrage ergab, dass allein in Österreich 72 Millionen Kleidungsstücke vollkommen ungetragen in den Kleiderschränken hängen.

Die gute Nachricht: Du kannst etwas ändern! Hier sind 10 praktische Tipps, wie du deinen Textil-Konsum nachhaltiger gestalten kannst.

1. Weniger kaufen, dafür hochwertig

Der wichtigste Schritt: Überleg dir vor jedem Kauf, ob du das Teil wirklich brauchst. Investiere lieber in zeitlose, qualitativ hochwertige Stücke, die jahrelang halten. Die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie setzt genau hier an – bei der Reduktion von Überproduktion und Überkonsum.

2. Fair Fashion Labels aus Österreich entdecken

Nachhaltige Mode muss nicht langweilig sein! Diese österreichischen Labels zeigen, wie stylish Fair Fashion sein kann:

Laut Statista soll der Anteil nachhaltiger Bekleidung am Umsatz von 4,5% (2022) auf 6,4% im Jahr 2026 steigen.

3. Upcycling-Mode: Einzigartig und nachhaltig

Upcycling verwandelt alte Materialien in neue Schätze. In Wien gibt es eine lebendige Szene – laut GLOBAL 2000 sind das die besten Adressen:

4. Kleidertausch: Kostenlos und mit Stil

In Wien gibt es regelmäßig Kleidertausch-Events – völlig kostenlos! Laut meinbezirk.at finden pro Monat zwei Treffen statt:

Wiener Wäsch organisiert regelmäßig Tausch-Events – aktuelle Termine findest du auf wienerwaesch.info. Die nächsten Termine 2026:

Was du mitbringen kannst: Alles, was sauber ist und keine Mängel hat – auch Kosmetik, Schmuck sowie Männer- und Kinderkleidung.

5. Second Hand Shops in Wien

Der Second-Hand-Markt bewegt in Österreich rund zwei Milliarden Euro jährlich. Besonders die junge Generation treibt die Nachfrage an. Empfehlenswerte Vintage-Stores laut warda.at:

6. Nachhaltige Mode-Shops in Wien

Für neue, aber fair produzierte Mode empfiehlt wien.info:

7. Vegane Accessoires aus recycelten Materialien

Auch bei Taschen und Accessoires gibt es nachhaltige Alternativen:

8. EU-Regeln für mehr Nachhaltigkeit

Ab 2026 wird das Thema noch wichtiger: Laut Europäischem Parlament treten neue EU-Regeln in Kraft:

9. Reparieren statt Wegwerfen

Bevor du etwas entsorgst: Kann es repariert werden? In Wien gibt es zahlreiche Schneidereien und die Repair Cafés helfen bei kleineren Reparaturen. Die VHS Wien bietet auch Nähkurse an, wo du lernst, Kleidung selbst auszubessern.

10. Fashion Revolution Week nutzen

Jedes Jahr im April findet die Fashion Revolution Week statt – mit Kleidertausch, Workshops zu Upcycling und Minimal Wardrobe, sowie Panel-Diskussionen. Eine tolle Gelegenheit, tiefer ins Thema einzusteigen!

Fazit: Jeder Schritt zählt

Du musst nicht von heute auf morgen deinen kompletten Kleiderschrank umstellen. Fang mit einem kleinen Schritt an – vielleicht beim nächsten Kleidertausch oder mit einem Fair Fashion-Stück. Gemeinsam können wir die 220.000 Tonnen Textilmüll pro Jahr reduzieren!

Weitere nachhaltige Tipps: