Plastikfrei leben: 15 Alltagsprodukte zum Umdenken

20.2.2026

Plastik ist allgegenwärtig – und aktuelle Forschung zeigt zunehmend, welche Auswirkungen es auf unsere Gesundheit haben kann. Eine Studie der Stanford University bestätigt, dass Mikroplastik in zahlreichen Geweben des menschlichen Körpers nachweisbar ist. Laut Forschungsergebnissen in Frontiers in Public Health können Mikroplastik-Partikel Entzündungsreaktionen, oxidativen Stress und Zellschäden auslösen.

Einen guten Überblick, wie du Plastik im Alltag reduzieren kannst, findest du in unserer Plastikfrei-Serie. Hier sind 15 Alltagsprodukte, bei denen sich ein Umstieg auf plastikfreie Alternativen besonders lohnt:

1. Plastiktüten und Plastikflaschen

Die Klassiker! Stoffbeutel und Glasflaschen sind langlebige Alternativen. 5 Tipps zur Plastikreduktion beim Einkauf gibt es hier.

2. Plastik-Wasserkocher

Beim Erhitzen können sich Weichmacher und andere Stoffe schneller lösen und ins Wasser gelangen. Wasserkocher aus Glas oder Edelstahl sind die bessere Wahl.

3. Fertigmenüs in Plastikverpackungen

Speisen niemals in Plastikverpackungen erhitzen – durch die Hitze können gesundheitlich bedenkliche Stoffe ins Essen übergehen. Umfüllen in Glas- oder Keramikbehälter vor dem Aufwärmen.

4. Frischhaltefolie und Frischhaltebeutel

Glasbehälter, Bienenwachstücher (oder vegane Pflanzenwachs-Varianten) und Edelstahldosen sind langlebige Alternativen, die keine Weichmacher enthalten.

5. Konservendosen mit Innenbeschichtung

Viele Konserven sind innen mit einer BPA-haltigen Beschichtung versehen. Laut aktueller Forschung wirkt BPA als Hormonstörer und kann die Fortpflanzungsgesundheit beeinträchtigen. Selbst einkochen in Weckgläsern ist eine sichere Alternative.

6. Styropor-Verpackungen

Manche Lebensmittel, To-Go-Kaffeebecher oder Suppenbecher bestehen aus Styropor. Bei Erhitzung können problematische Stoffe freigesetzt werden.

7. Beschichtete Pfannen

Anti-Haft-Beschichtungen können sich mit der Zeit ablösen. Alternativen: unbeschichtete Edelstahlpfannen, Gusseisen oder Pfannen mit Keramikbeschichtung.

8. Kosmetik mit Mikroplastik

Mikroplastik in Peelings und Kosmetik gelangt über das Abwasser in die Umwelt. Achte auf Inhaltsstoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Nylon. Aktuelle Studien zeigen, dass Nanoplastik sogar in menschliche Zellen eindringen kann.

9. Kaugummis

Konventionelle Kaugummis bestehen aus synthetischem Gummi – also Plastik. Natürliche Alternativen auf Chicle-Basis findest du hier.

10. Wasserkanister und Wasserspender

Große Plastikkanister, wie sie in Büro-Wasserspendern verwendet werden, können BPA enthalten. Glaskaraffen oder Edelstahl-Trinkflaschen sind die bessere Wahl.

11. Babyflaschen und Kinderspielzeug

Gerade für die Kleinsten ist Plastikfreiheit wichtig, da ihr Körper sich noch entwickelt. Forschungsergebnisse zeigen, dass erhöhte BPA-Exposition bei Kindern mit verfrühter Pubertät und Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung gebracht wird. Tipps gibt es in unserem Artikel.

12. Zahnfüllungen aus Kunststoff

Neben dem quecksilberhaltigen Amalgam werden auch Kunststofffüllungen diskutiert. Frag deinen Zahnarzt nach den verwendeten Materialien.

13. Plastik-Schuhe

Günstige Plastik-Flip-Flops können zinnorganische Verbindungen wie TBT (Tributylzinn) enthalten, die schon in kleinen Mengen das Immun- und Hormonsystem belasten können.

14. Kleidung aus Synthetikfasern

Polyester, Polyacryl und Fleece setzen beim Waschen Mikroplastik-Fasern frei, die ins Abwasser gelangen. Pro Waschgang eines Fleece-Pullovers können bis zu 2.000 Fasern freigesetzt werden. Naturfasern wie Bio-Baumwolle, Leinen oder Hanf sind umweltfreundlichere Alternativen.

15. Kassenzettel

Thermopapier enthält oft BPA, das über die Haut aufgenommen werden kann. Am besten auf digitale Belege umsteigen oder nach dem Einkauf die Hände waschen. Kassenzettel gehören übrigens in den Restmüll, nicht ins Altpapier!


Zusammenfassung: Plastikfrei zu leben bedeutet nicht, auf alles zu verzichten – sondern bewusste Entscheidungen zu treffen. Glas, Edelstahl, Naturmaterialien und bewusstes Einkaufen machen den Unterschied. Einen umfassenden Überblick über Plastik und Gesundheit bietet diese aktuelle Übersichtsarbeit im RSC Advances Journal.