E627 Dinatriumguanylat und E631 in Chips erkennen: Vegane Bio-Snacks bei Billa, Spar und dm

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Du kaufst Chips oder Instantnudeln und siehst „Geschmacksverstärker E627" auf der Verpackung – aber weißt nicht, ob das tierisch oder pflanzlich ist? Der Geschmacksverstärker E627 (Dinatriumguanylat) kann aus Fisch, Schwein oder durch Fermentation gewonnen werden. Die Herkunft steht nicht auf dem Etikett – aber es gibt zuverlässige Wege, vegane Snacks zu erkennen.

E627 (Dinatriumguanylat) und E631 (Dinatriuminosinat) können aus Fisch, Schwein oder Hefeextrakt gewonnen werden – auf der Zutatenliste sind sie nicht voneinander zu unterscheiden

Dinatriumguanylat ist das Natriumsalz der Guanylsäure (E626) und gehört zur Gruppe der Geschmacksverstärker. Der Zusatzstoff verstärkt den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln und erzeugt das sogenannte Umami – den fünften Geschmackssinn. Laut EAT SMARTER wirkt E627 ähnlich wie Glutamat – allerdings bis zu 20-mal stärker, weshalb es meist in Kombination mit Mononatriumglutamat (E621) eingesetzt wird.

Dinatriumguanylat kommt natürlich in allen Lebewesen vor. Wie das Zusatzstoffmuseum erklärt, finden sich besonders hohe Konzentrationen in getrockneten Pilzen und getrockneten Tomaten. Industriell wird E627 aus Seetang, Hefeextrakt oder Meerestieren gewonnen – laut vegpool.de ist die Gewinnung aus Fisch (besonders Sardinen) in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet. Da die Herkunft nicht auf der Zutatenliste ausgewiesen wird, gilt E627 in der veganen Ernährung als unsicher, solange kein V-Label oder Vegan-Blume-Siegel vorhanden ist.

Eng verwandt ist E631 Dinatriuminosinat, das ebenfalls ein tierischer oder pflanzlicher Geschmacksverstärker sein kann. Beide werden fast immer zusammen eingesetzt: E621 + E627 + E631 ist der Industriestandard für Umami-Intensivierung in Chips und Fertigprodukten. Laut PETA können E627, E631 und E635 tierischen Ursprungs sein.

Auf Chips, Instantnudeln und Brühwürfeln erkennst du E627 an den Bezeichnungen Dinatriumguanylat, E 627 oder 5'-Guanylat

Dinatriumguanylat findet sich vor allem in Kartoffelchips und Snacks, in Instantnudeln und deren Würzmischungen, in Fertigsuppen und Saucen, in Würzmitteln und Brühwürfeln sowie in Tiefkühlgerichten. Das T-Online Gesundheitsportal erklärt: Geschmacksverstärker erkennst du an einer E-Nummer ab 600.

Wenn Dinatriumguanylat deklariert wird, findest du es auf der Zutatenliste unter E627, E 627, Dinatriumguanylat, Natriumguanylat, Disodium guanylate (englisch) oder 5'-Guanylat. Oft wird E627 zusammen mit E631 (Dinatriuminosinat) und E635 (Dinatrium-5'-Ribonukleotide) eingesetzt – E635 ist eine vorkonfektionierte Mischung aus E627 und E631. Alle drei sollten auf dieselbe Art bewertet werden: ohne V-Label unsicher vegan. Laut Verbraucherzentrale Hamburg können bis auf Ethylmaltol (E637) alle Geschmacksverstärker je nach Herstellung tierische Bestandteile enthalten.

Moderne Biotechnologie ermöglicht die Herstellung von E627 durch bakterielle Fermentation von Zucker oder Tapiokastärke. Wie The Vegan Catalog erklärt, kann fermentativ hergestelltes E627 als vegan gelten, da weder tierische Rohstoffe noch tierische Produkte im Herstellungsprozess verwendet werden. Ob ein konkretes Produkt fermentativ gewonnenes E627 enthält, erfährst du durch direkte Nachfrage beim Hersteller.

Bio-Chips und V-Label-zertifizierte Snacks bei Billa, Spar, Hofer, dm, Rewe und Edeka enthalten kein synthetisches E627

Die zuverlässigste Lösung ist der Griff zum Bio-Regal: Laut EU-Bio-Verordnung sind synthetische Geschmacksverstärker wie E627 und E631 in Bio-Lebensmitteln verboten. Das gilt für alle EU-Bio-Siegel. In Österreich findest du Bio-Chips ganzjährig bei Billa Plus (Alnatura Bio-Chips), Spar (Spar Bio), Hofer (Zurück zum Ursprung Bio-Chips) sowie bei dm und Bipa (Alnatura, Dennree). In Deutschland bieten Rewe (REWE Bio, Alnatura), Edeka (Alnatura, Herzstücke Bio), Aldi (saisonale Bio-Eigenmarken) und Lidl (Vemondo Bio-Chips) eine breite Auswahl. In der Schweiz führen Migros (Migros Bio) und Coop (Naturaplan) bio-zertifizierte Snacks ohne Geschmacksverstärker.

Alternativ erkennst du verlässlich vegane Snacks an diesen Siegeln: V-Label und Vegan-Blume garantieren, dass keine tierischen Inhaltsstoffe – auch nicht in der Herstellungskette – verwendet wurden. V-Label-zertifizierte Chips und Snacks sind bei dm, Bipa, denns und im Bio-Fachhandel erhältlich.

Welche veganen Chips und Snacks ohne E621, E627 und E631 gibt es bei Billa, Spar, Hofer und Rewe?

Wer auf natürliche Umami-Quellen setzen möchte, hat beim Kochen viele Optionen: Getrocknete Shiitake-Pilze sind besonders reich an natürlichem Guanylat – genau derselben Substanz, die in E627 industriell isoliert wird. Sojasauce, Miso und Tomatenmark liefern natürliches Glutamat, das dem Umami-Geschmack von E621 entspricht. Hefeextrakt und Hefeflocken enthalten ebenfalls natürliche Glutamate und Nucleotide und sind eine vegane Grundzutat für würzige Saucen und Suppen.

Für fertige vegane Snacks empfehlen sich Produkte, die mit natürlichen Würzzutaten statt synthetischen Geschmacksverstärkern arbeiten: Linsenchips, Reiswaffeln und Kichererbsen-Snacks von Bio-Marken kommen oft ganz ohne E621, E627 oder E631 aus. In Österreich findest du diese bei Billa Plus, dm und Bipa, in Deutschland bei Rewe, Edeka, dm und Rossmann. Speziell für unterwegs und Picknick bieten Bio-Abteilungen inzwischen auch kleinformatige Tüten in der Kassenzone an.

Achte beim Einkauf zusätzlich auf weitere versteckte Zusatzstoffe: E901 Bienenwachs und E904 Schellack kommen auf Süßigkeiten vor, E120 Karmin als roter Farbstoff in Snacks und Getränken, und E631 Dinatriuminosinat als direkter Partner von E627 in Chips und Fertigprodukten. Mehr zu veganen Snacks im DACH-Raum findest du im vegane Snacks kaufen Guide sowie bei den veganen Snacks bei Billa und veganen Snacks bei dm.

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