Vegane Spätzle
Spätzle werden traditionell mit Ei gebunden - diese Version ersetzt es durch eine Mischung aus Weizengrieß und Speisestärke für die Bindung sowie Kurkuma für die typische gelbe Farbe. Wer den leicht eiigen Geschmack mag, rührt zusätzlich eine Prise Kala Namak (Schwarzsalz) in den Teig.
Teig-Konsistenz entscheidet über die Form
Der Teig sollte zäh vom Löffel reißen statt einfach herunterzulaufen - ungefähr wie ein dicker Pfannkuchenteig. Läuft er zu flüssig, entstehen kleine runde Knöpfle statt langer Spätzle. Dann hilft es, löffelweise mehr Mehl einzuarbeiten, bis die Konsistenz passt.
Auch ohne Spätzlehobel machbar
Ein Spätzlehobel oder eine Spätzlepresse beschleunigen die Arbeit, sind aber kein Muss. Die traditionelle Alternative: Teig dünn auf ein angefeuchtetes Schneidebrett streichen und mit einem Messer schmale Streifen direkt ins kochende Wasser schaben. Diese Variante heißt im Schwäbischen "Spatzen" und ergibt etwas unregelmäßigere, aber genauso schmackhafte Stücke.
Fertig sind die Spätzle, sobald sie an die Wasseroberfläche steigen - meist nach 1 bis 2 Minuten. Am besten in mehreren kleinen Portionen kochen, damit das Wasser nicht zu stark abkühlt und die Spätzle gleichmäßig garen. Serviert werden sie klassisch mit gerösteten Zwiebeln und veganer Butter, oder als Basis für vegane Käsespätzle und vegane Bärlauchspätzle.
Rezept
Zutaten
- 375 g Weizenmehl (Type 405)
- 50 g Weizengrieß, fein
- 30 g Speisestärke (Mais- oder Kartoffelstärke)
- 1 TL Salz
- 1/4 TL Backpulver
- 1/8 TL Kurkuma
- 1 Prise Kala Namak (Schwarzsalz, optional)
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 500 ml ungesüßte Pflanzenmilch (Hafer oder Soja)
Zubereitung
- Mehl, Grieß, Speisestärke, Salz, Backpulver, Kurkuma und Kala Namak in einer großen Schüssel vermischen.
- Öl und Pflanzenmilch nach und nach einrühren, bis ein zäher, dickflüssiger Teig entsteht. Er sollte vom Löffel reißen statt zu laufen - eher wie dicker Pfannkuchenteig. Zu fest: mehr Milch nachgießen. Zu flüssig: mehr Mehl einarbeiten.
- Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen.
- Teig portionsweise durch einen Spätzlehobel oder eine Spätzlepresse direkt ins kochende Wasser drücken. Ohne Gerät: Teig dünn auf ein angefeuchtetes Schneidebrett streichen und mit einem Messer schmale Streifen ins Wasser schaben.
- Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, sind sie gar - mit einer Schaumkelle herausheben. In mehreren Portionen wiederholen.
- Direkt servieren, zum Beispiel mit veganer Butter und gerösteten Zwiebeln, oder als Basis für Käsespätzle weiterverarbeiten.
Häufige Fragen
- Wie bekomme ich Spätzle auch ohne Spätzlehobel hin?
- Ein angefeuchtetes Schneidebrett reicht: Teig dünn darauf verstreichen und mit einem Messer oder einer Teigkarte schmale Streifen direkt ins kochende Wasser schaben. Diese Variante wird traditionell "Spatzen" genannt und ergibt etwas unregelmäßigere Stücke.
- Wofür ist das Kala Namak im Teig?
- Kala Namak (indisches Schwarzsalz) enthält Schwefelverbindungen, die einen leicht eiigen Geruch und Geschmack erzeugen. Es ist optional - ohne schmecken die Spätzle neutraler, aber genauso gut.
- Woran erkenne ich die richtige Teigkonsistenz?
- Der Teig sollte zäh vom Löffel reißen statt abzulaufen, ähnlich einem dicken Pfannkuchenteig. Läuft er zu flüssig herunter, entstehen runde Knöpfle statt langer Spätzle - dann etwas mehr Mehl einrühren.
- Kann ich vegane Spätzle einfrieren?
- Ja. Gekochte und abgekühlte Spätzle portionsweise einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Wasser oder heiße Butter geben, bis sie wieder heiß sind.
- Wie lange sind fertig gekochte Spätzle im Kühlschrank haltbar?
- Abgedeckt im Kühlschrank halten sie sich 2-3 Tage. Vor dem Servieren kurz in heißem Wasser oder in der Pfanne mit etwas Fett aufwärmen, damit sie nicht klumpen.