Vegane Nussecken zum Selbermachen

Zuletzt aktualisiert:

Vegane Nussecken sind ein österreichischer Klassiker mit drei Schichten: knuspriger Mürbeteig, fruchtige Marillenmarmelade und ein karamellartiger Nussbelag. Die Spitzen tauchst du zum Schluss in Schokolade. Diese Version kommt ganz ohne tierische Zutaten aus und schmeckt trotzdem wie das Original.

Der Teig wird mit Sojamehl gebunden, der Nussbelag besteht aus gemahlenen Haselnüssen und pflanzlicher Margarine. Das Ergebnis lässt sich bis zu 3 Monate einfrieren und ist damit ideal zum Vorbacken für die Weihnachtszeit oder zum Verschenken.

Drei Schichten, drei Aufgaben

Jede Schicht hat eine Funktion. Der Mürbeteig gibt Struktur und Knusprigkeit. Die Marillenmarmelade trennt und verbindet zugleich: Sie hält den Nussbelag auf dem Boden und bringt eine leichte Säure ins Spiel.

Der Nussbelag aus Haselnüssen, Margarine und Zucker karamellisiert beim Backen und entwickelt seinen typischen, leicht toffeeartigen Geschmack. Das Sojamehl im Teig übernimmt die Rolle des Eis und sorgt für eine zarte, bindende Textur.

Kalte Margarine macht den Mürbeteig knusprig

Drei Dinge entscheiden über den Teig:

Die Marmelade hält alles zusammen

Ohne Marillenmarmelade würde der Nussbelag beim Schneiden einfach vom Teig abgleiten. Die Marmelade klebt beide Schichten zusammen, damit die Nussecken beim Servieren ihre Form behalten.

Trage nur eine dünne Schicht auf, denn zu viel Marmelade macht den Boden feucht. 3-4 EL reichen für ein ganzes Blech.

Erst auskühlen, dann in Dreiecke schneiden

Geduld ist der Schlüssel: Der gebackene Boden muss vollständig kalt sein, bevor du ihn anschneidest. Lauwarm bricht er an den falschen Stellen. Am besten lässt du ihn über Nacht auskühlen.

Schneide dann mit einem scharfen, glatten Messer (kein Sägemesser) zuerst gleich große Quadrate, ein Lineal hilft dabei. Halbiere jedes Quadrat diagonal, und schon entstehen die typischen Dreiecke, deren Spitzen du in Schokolade tauchst.

Wochenlang haltbar und gut zum Verschenken

Das ist einer der großen Vorteile von Nussecken. In einer Keksdose halten sie bei Zimmertemperatur 2-3 Wochen, im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.

Zum Einfrieren legst du sie einzeln auf ein Tablett und füllst sie danach in einen Gefrierbeutel, damit sie nicht zusammenkleben. Nach dem Auftauen bei Zimmertemperatur schmecken sie wie frisch gebacken.

Mehr zum Vorbacken

Weitere Klassiker für die Keksdose: vegane Linzer Kekse, Mandelecken, Gute-Laune-Cookies mit Mandeln und Schokochip-Cookies. Für einen herbstlichen Nuss-Genuss passen auch die veganen Nussschnecken.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
1 Std
Portionen
1 Blech

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 100 g Vollrohrzucker
  • 100 g vegane Margarine
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2,5 EL Wasser
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Sojamehl
  • 100 g Haselnüsse oder Walnüsse (gemahlen)
  • 70 g vegane Margarine
  • 70 g Vollrohrzucker
  • Marillenmarmelade (ca. 3-4 EL)
  • 2 EL Wasser
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 100 g vegane Kochschokolade

Zubereitung

  1. Backpulver und Mehl vermischen. Margarine, Wasser, Sojamehl, Vollrohrzucker und Vanillezucker hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Backpapier auf das Blech legen und den Teig gleichmäßig auf dem Blech ausrollen.
  3. Für den Nussbelag: Vanillezucker, Wasser, Vollrohrzucker und Margarine in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, bis alles geschmolzen ist. Die gemahlenen Haselnüsse einrühren und die Masse 15 Minuten auskühlen lassen.
  4. Die Marillenmarmelade gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Den abgekühlten Nussbelag darauf verteilen und glattstreichen.
  5. Im vorgeheizten Backrohr ca. 30 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist. Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen - am besten über Nacht.
  6. Den abgekühlten Boden zuerst in gleichmäßige Quadrate schneiden, dann jedes Quadrat diagonal halbieren - das ergibt die typischen Dreiecke.
  7. Die Kochschokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
  8. Die Dreiecksspitzen in die Schokolade tauchen und auf Backpapier fest werden lassen.

Häufige Fragen

Was sind Nussecken und warum sind sie so beliebt?
Nussecken sind ein österreichisch-deutsches Gebäck aus drei Schichten: einem knusprigen Mürbeteig-Boden, einer dünnen Marillenmarmelade-Schicht und einem honigartigen Nussbelag aus gemahlenen Haselnüssen. Die Spitzen werden in Schokolade getaucht. Sie sind so beliebt, weil sie sich gut einfrieren lassen, wochenlang frisch bleiben und sich wunderbar zum Verschenken eignen - nicht nur zu Weihnachten.
Wie macht man vegane Nussecken Schritt für Schritt?
Mehl, Backpulver, Margarine, Zucker, Sojamehl, Vanillezucker und Wasser zu einem Mürbeteig kneten und auf einem Backblech ausrollen. Marillenmarmelade darauf streichen. Für den Nussbelag Margarine, Zucker, Vanillezucker und Wasser in einem Topf erwärmen, gemahlene Haselnüsse einrühren und 15 Minuten abkühlen lassen. Nussbelag auf dem Teig verteilen und 30 Minuten bei 180 Grad backen. Nach dem Auskühlen in Dreiecke schneiden und die Spitzen in geschmolzene Schokolade tauchen.
Welche Nüsse eignen sich am besten für vegane Nussecken?
Gemahlene Haselnüsse sind die klassische Wahl - sie geben den typischen, milden Nussecken-Geschmack. Gemahlene Walnüsse schmecken etwas intensiver und leicht bitter. Eine Mischung aus Haselnüssen und Mandeln ist ebenfalls sehr lecker. Wichtig ist, dass die Nüsse frisch gemahlen oder frisch aus der Packung kommen, damit sie nicht ranzig schmecken.
Warum wird Marillenmarmelade in Nussecken verwendet?
Die Marillenmarmelade dient als Trennschicht und Kleber zwischen Mürbeteig und Nussbelag. Ihre milde Süße und leichte Fruchtsäure gleichen den reichhaltigen Nussbelag aus und verhindern, dass er beim Schneiden verrutscht. Ohne die Marmeladenschicht würde der Nussbelag vom Teig abschalfern. Himbeermarmelade funktioniert ebenfalls - Marille ist aber der traditionelle Klassiker.
Wie bekomme ich Nussecken in die typische Dreiecksform?
Lass den gebackenen Boden vollständig auskühlen - am besten über Nacht. Schneide ihn dann zuerst mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Quadrate (ca. 5x5 cm), dann jedes Quadrat diagonal halbieren. Ein Lineal hilft bei gleichmäßigen Quadraten. Warmer Boden bricht beim Schneiden - Geduld zahlt sich aus!
Wie lange sind vegane Nussecken haltbar?
In einer luftdichten Keksdose bei Zimmertemperatur halten sich vegane Nussecken 2-3 Wochen. Im Kühlschrank bis zu 4 Wochen. Zum Einfrieren die Nussecken zuerst einzeln auf einem Tablett anfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen - so kleben sie nicht zusammen. Im Tiefkühler bis zu 3 Monate haltbar, schmecken nach dem Auftauen wie frisch gebacken.
Kann ich den Mürbeteig für Nussecken vorab zubereiten?
Ja! Den Mürbeteig kannst du bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren - einfach in Frischhaltefolie einwickeln und kalt lagern. Vor dem Ausrollen kurz bei Zimmertemperatur anwärmen lassen. Auch der fertig gebackene Boden ohne Schokoglasur lässt sich einfrieren - die Schokoladenspitzen nach dem Auftauen frisch aufbringen, da Schokolade beim Einfrieren manchmal Anlaufflecken bekommt.