Vegane Marillenknödel: Kartoffelteig mit Topfenteig-Variante und Tipps für Wien und Hofer

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Wenn in Österreich die Marillensaison beginnt, gibt es nur eine Antwort: Marillenknödel. Diese veganen Marillenknödel aus klassischem Kartoffelteig sind dem Original in nichts nachgestanden – genauso flaumig, saftig und nach Sommer wie man es kennt. Im Inneren versteckt sich eine ganze frische Marille mit einem halben Zuckerwürfel, der beim Kochen zu einem feinen Karamell-Kern schmilzt. Die goldbraunen Butterbrösel mit Zimt-Zucker schließen das Gericht ab.

Frische Marillen gibt es ab Juni bei Billa, Spar und Hofer – die besonders aromatische Wachauer Marille erscheint ab Mitte Juli saisonal. Vegane Butter wie Alsan Bio (Billa Plus, Spar, dm/Bipa) oder Naturli (Billa, Spar) macht die Butterbrösel genauso nussig-goldbraun wie das Original.

Erkaltete Kartoffeln vom Vortag und siedendes statt sprudelnd kochendes Wasser sind die zwei entscheidenden Schritte für flaumige vegane Marillenknödel

Frisch gekochte Kartoffeln enthalten noch zu viel Restdampf und machen den Teig klebrig und schwer formbar. Über Nacht ausgekühlte und kalt gepresste Kartoffeln geben einen trockenen, leicht formbaren Teig, der sich perfekt um die Marille schließen lässt. Den Teig nur kurz verkneten – sobald alles verbunden ist, aufhören, sonst wird er zäh. Beim Formen darauf achten, dass kein Luftspalt bleibt, sonst platzen die Knödel im Wasser auf und der karamellisierte Kern geht verloren.

Beim Kochen das Wasser erst sprudelnd aufkochen, dann die Hitze reduzieren bis es nur leise siedet. Sprudelndes Kochen würde die Knödel auseinanderreißen. Die Knödel 15–18 Minuten ziehen lassen, ohne zu rühren. Wer sicher gehen will: einen Knödel aufschneiden – wenn der Teig durchgegart und der Zuckerwürfel geschmolzen ist, sind alle fertig.

Welche Variationen mit Topfenteig, Seidentofu und glutenfrei gibt es und wo kauft man Marillen in Österreich?

Wer keinen Kartoffelteig möchte, findet mit Veganen Marillenknödel mit Topfenteig eine cremigere Alternative auf Basis von pflanzlichem Frischkäse und Seidentofu. Dieser Teig ist weicher und macht die Knödel besonders saftig – ideal für alle, die Seidentofu mögen.

Für eine glutenfreie Version lässt sich das Mehl 1:1 durch glutenfreies Universalmehl ersetzen (Schär, erhältlich bei Billa Plus und dm); ein Teelöffel Kartoffelstärke extra hilft beim Binden. Die Kochzeit bleibt gleich.

Im Herbst eignen sich Zwetschgen als Füllung – das Rezept Vegane Zwetschgenknödel mit Tofu-Quarkteig zeigt die Herbstvariante. Wer die Marillensaison voll auskosten möchte, kann überschüssige Früchte zu Veganer Marillenmarmelade verarbeiten, einen Veganen Marillen-Streuselkuchen oder Veganen Marillenblechkuchen backen. Den vollständigen Überblick über österreichische Knödelrezepte findest du im Veganen Knödel-Guide.

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Rezept

Zubereitungszeit
40 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
4 Personen

Zutaten

  • 8 frische Marillen (Aprikosen)
  • 8 Würfelzucker
  • 500g mehlig-kochende Kartoffeln (vorgekocht vom Vortag)
  • 150g Mehl
  • 2 EL Grieß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Semmelbrösel
  • 60g vegane Butter (z. B. Alsan Bio oder Naturli)
  • 3 EL Zucker
  • 1 TL Zimt
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Marillen halbieren, entkernen. In jede Hälfte einen halben Zuckerwürfel legen, Hälften wieder zusammensetzen.
  2. Kalte Kartoffeln durch die Presse drücken. Mit Mehl, Grieß und Salz zu einem Teig verkneten – nur bis alles verbunden ist, nicht überkneten.
  3. Teig in 8 Portionen teilen, flach drücken. Je eine Marille in die Mitte legen, Teig drum herum fest verschließen und zu einer glatten Kugel formen.
  4. Salzwasser zum Kochen bringen, dann Hitze reduzieren bis das Wasser nur leise siedet. Knödel vorsichtig einlegen, 15–18 Minuten ziehen lassen ohne zu rühren.
  5. Vegane Butter in der Pfanne schmelzen, Semmelbrösel darin goldbraun rösten, 5–7 Minuten bei mittlerer Hitze.
  6. Zimt und Zucker mischen. Gekochte Knödel in den Butterbröseln wälzen, mit Zimt-Zucker und Puderzucker bestäuben.
  7. Sofort servieren solange heiß. Optional mit Vanilleeis oder Marillenkompott.

Häufige Fragen

Wo kaufe ich frische Marillen und vegane Butter für Marillenknödel in Österreich?
Frische Marillen gibt es in Österreich von Juni bis September bei Billa, Spar und Hofer sowie am Bauernmarkt. Die Wachauer Marille ist ab Mitte Juli besonders aromatisch und saisonal in vielen Supermärkten erhältlich. Vegane Butter bekommst du ganzjährig: Alsan Bio (ca. 2,49–2,99 EUR/250g) bei Billa Plus, Spar und dm/Bipa, Naturli Pflanzenbutter bei Billa und Spar, Becel Plant Based bei Billa. In Deutschland führen Rewe, Edeka und Aldi sowohl Aprikosen als auch pflanzliche Butter. In der Schweiz findest du beides bei Migros und Coop.
Gibt es vegane Marillenknödel fertig zu kaufen bei Hofer oder Billa?
Ein dauerhaftes Tiefkühl-Fertigprodukt gibt es bei Hofer, Billa oder Spar bislang nicht im regulären Sortiment. Saisonal tauchen in manchen Tiefkühlabteilungen vereinzelt Marillenknödel auf – diese enthalten aber oft Ei oder Butter aus Kuhmilch, also unbedingt die Zutatenliste prüfen. In Wien bieten einige vegane Restaurants zur Marillenzeit hausgemachte Marillenknödel an. Am zuverlässigsten gelingt das Rezept zu Hause selbst.
Wie lange halten vegane Marillenknödel und kann man sie einfrieren?
Frisch aus dem Topf schmecken vegane Marillenknödel am besten – der Karamell-Kern ist dann noch warm und die Butterbrösel knusprig. Ungekochte, geformte Knödel lassen sich problemlos einfrieren: auf einem Tablett einfrieren und dann in einen Beutel umfüllen, bis zu 3 Monate haltbar. Gefroren direkt ins siedende Wasser geben und die Kochzeit auf 20–22 Minuten verlängern. Gekochte Knödel halten im Kühlschrank 2–3 Tage; kurz im Dampf oder in heißem Wasser aufwärmen.