Veganer Kichererbsen-Tofu: Burmesische Shan Tofu selber machen
Kichererbsen-Tofu, auch bekannt als Shan Tofu aus Myanmar, ist die perfekte Wahl für alle, die Soja meiden möchten oder einfach Abwechslung in der pflanzlichen Küche suchen. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Geduld zauberst du einen cremig-festen Tofu, der sich vielseitig einsetzen lässt.
Warum Kichererbsen-Tofu?
Dieser burmesische Klassiker punktet mit seinem milden, leicht nussigen Geschmack und seiner samtig-weichen Konsistenz. Kichererbsenmehl liefert hochwertiges pflanzliches Protein und ist von Natur aus glutenfrei. Die goldgelbe Farbe kommt vom Kurkuma, das du nach Belieben hinzufügen kannst.
Verwendungsideen
Der fertige Tofu eignet sich hervorragend für:
- Salate: Würfel den Tofu und mische ihn unter deinen Kichererbsen-Sprossen-Salat
- Curries: Schneide ihn in Stücke und gib ihn in ein würziges Kichererbsen-Curry
- Frittiert: Paniert und frittiert wird er außen knusprig und innen cremig
- Als Dip-Basis: Püriert mit Gewürzen ergibt er einen cremigen Aufstrich ähnlich wie Hummus
Tipps für perfekte Ergebnisse
Die wichtigste Zutat ist Geduld: Das Einweichen über Nacht und das langsame Rühren beim Kochen sorgen für die beste Konsistenz. Verwende ein sauberes Küchentuch ohne Weichspüler-Rückstände, damit die Masse nicht klebt.
Wenn du klassischen Soja-Tofu magst, probiere auch unser Rezept für Tofu und Sojamilch selber machen oder genieße knusprigen Tofu in 20 Minuten.
Rezept
Zutaten
- 175 g Kichererbsenmehl
- 1,5 l Wasser
- 1/2 TL Kokosöl
- 1 TL Salz
- 1 TL Kurkuma (optional)
- 1/2 TL Ingwerpulver (optional)
Zubereitung
- In einer großen Auflaufform Wasser und Kichererbsenmehl vermischen und über Nacht (12 h) ziehen lassen. Am besten an einem Platz an dem es ruhig steht und danach gleich verarbeitet werden kann.
- Die Masse hat sich über Nacht in zwei Schichten getrennt. Die obere Wasserschicht (ca. 1/2 Liter) vorsichtig, bis auf einen kleinen Rest, abschöpfen und entsorgen.
- In einem Topf Kokosöl erhitzen und die verbleibende Flüssigkeit vorsichtig dazugeben, ohne den Brei am Boden der Auflaufform aufzuwirbeln. Salz und Gewürze hinzufügen und für ca. 10 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen.
- Wenn die Flüssigkeit langsam eindickt, den Brei aus der Auflaufform hinzugeben und für weitere 20 Minuten unter ständigem Rühren simmern lassen.
- Eine Auflaufform (ca. 24 x 18 cm) mit einem Küchentuch auslegen. (Achtung: Küchentuch könnte sich durch Kurkuma gelb verfärben und muss frei von Weichspüler sein!) Kichererbsenmasse in die Form geben und glatt streichen. Die Enden des Tuches über die Masse falten und ca. 5 Stunden ruhen lassen.
- Der fertige Tofu lässt sich würfeln und kalt in Salaten genießen oder frittieren für extra Knusprigkeit.
Häufige Fragen
- Wie lange ist selbstgemachter Kichererbsen-Tofu haltbar?
- Im Kühlschrank luftdicht verpackt hält sich der Kichererbsen-Tofu 3 bis 4 Tage. Da er ohne Konservierungsstoffe hergestellt wird, sollte er zügig verbraucht werden. Achte vor dem Verzehr auf Geruch und Konsistenz - bei Verfärbungen oder unangenehmem Geruch lieber entsorgen.
- Kann man Kichererbsen-Tofu einfrieren?
- Ja, in Würfel geschnitten lässt er sich gut einfrieren und hält sich so bis zu 2 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Nach dem Auftauen wird die Konsistenz etwas fester, was ihn besonders gut zum Anbraten oder Frittieren macht.
- Warum wird die Kichererbsen-Tofu-Masse nicht fest?
- Meist liegt es an zu kurzer Ruhezeit oder zu wenig Kochzeit der Masse im Topf. Die Mischung muss mindestens 5 Stunden im Kühlschrank ruhen, damit sie vollständig aushärtet. Wurde die Flüssigkeit beim Kochen nicht dick genug eingekocht, bleibt das Ergebnis auch nach dem Kühlen zu weich.
- Kann ich Kurkuma und Ingwerpulver weglassen?
- Ja, beide Gewürze sind rein optional und beeinflussen nur Farbe und Geschmack, nicht die Konsistenz. Ohne Kurkuma bleibt der Tofu heller statt goldgelb. Wer es milder mag, lässt das Ingwerpulver weg oder ersetzt es durch eine Prise Muskat.
- Wie verwende ich Kichererbsen-Tofu am besten?
- Der Tofu lässt sich kalt gewürfelt in Salate geben, in Currys mitkochen oder paniert frittieren für extra Knusprigkeit. Püriert mit Gewürzen ergibt er außerdem eine cremige Aufstrich-Basis ähnlich wie Hummus. Er nimmt Aromen gut auf, daher lohnt sich kräftiges Würzen.