Vegane Kärntner Oster Reindling: Traditionelles Osterbrot

Der Reindling ist DAS traditionelle Ostergebäck Kärntens und darf bei keiner österreichischen Osterjause fehlen! Je nach Region heißt er auch "Pohaca" oder "Osterbrot" - gemeinsam haben alle Varianten das saftige Hefegebäck mit der aromatischen Zimt-Rosinen-Füllung.

In der veganen Version ersetzt Sojamehl das Ei und verleiht dem Teig eine wunderbar lockere Textur. Der Mandeldrink macht den Reindling schön saftig, und die in Orangensaft eingelegten Rosinen sorgen für das typische fruchtige Aroma.

Tipps für den perfekten Reindling

Variationen

Dazu passt

Ein Reindling schmeckt am besten frisch und leicht lauwarm zur Osterjause. Traditionell wird er mit veganem Aufstrich oder pur genossen. Auch ein Glas veganer Eierlikör passt perfekt dazu!

Aufbewahrung

Der Reindling hält sich in Frischhaltefolie gewickelt bei Raumtemperatur 3-4 Tage frisch. Zum Auffrischen einzelne Scheiben kurz toasten oder im Backofen bei 150°C erwärmen. Eingefroren ist er bis zu 3 Monate haltbar.

Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
50 Min
Gesamtzeit
3 Std
Portionen
10 Stücke

Zutaten

  • 450 g Dinkel-Vollkornmehl (oder Type 700)
  • 1 EL Sojamehl
  • 1 TL Salz
  • 60 g Vollrohrzucker
  • Schalenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 Packung Trockenhefe (7 g)
  • 250 ml Mandeldrink (lauwarm)
  • 70 g vegane Margarine (z.B. Alsan)
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 250 g Rosinen
  • 100 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 1/2 TL Ceylon-Zimt
  • 2-3 EL Vollrohrzucker
  • etwas geschmolzene vegane Margarine zum Bestreichen

Zubereitung

  1. **Teig zubereiten:** Mehl, Sojamehl, Salz, Zitronenschale und Zucker in einer großen Rührschüssel vermischen. In einem kleinen Topf den Mandeldrink leicht erwärmen (nicht über 40°C!) und die vegane Margarine darin schmelzen. Öl zugeben und alles verrühren.
  2. **Hefe aktivieren:** Die Trockenhefe in die lauwarme Flüssigkeit einrühren und komplett auflösen lassen. Etwa 5 Minuten warten, bis kleine Bläschen entstehen - das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
  3. **Teig kneten:** Die Flüssigkeit zu den trockenen Zutaten geben und zuerst mit einem Löffel unterheben. Dann mit den Knethaken des Mixers (oder von Hand) 8-10 Minuten zu einer geschmeidigen Teigkugel verarbeiten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen.
  4. **Erste Gehzeit:** Den Teig abgedeckt mit einem feuchten Küchentuch an einem warmen Ort (z.B. Backofen bei 30°C oder auf der Heizung) 60 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  5. **Rosinen einweichen:** Während der Gehzeit die Rosinen mit Zimt und Orangensaft vermischen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. So werden sie schön saftig und aromatisch.
  6. **Zweite Gehzeit:** Den Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer bemehlten Fläche kurz durchkneten und erneut abgedeckt 20-30 Minuten ruhen lassen.
  7. **Teig ausrollen:** Den Teig zu einem großen Rechteck ausrollen (ca. 40 x 30 cm, etwa 1/2 cm dick). Mit etwas geschmolzener Margarine bestreichen.
  8. **Füllen und rollen:** Die eingeweichten Rosinen abtropfen lassen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei die Ränder (ca. 3 cm) frei lassen. Zucker darüber streuen und an den Rändern extra Zimt verteilen. Von der langen Seite her fest aufrollen.
  9. **In die Form geben:** Eine Gugelhupfform (24-26 cm) gut einfetten. Die Teigrolle mit der Naht nach unten spiralförmig hineinlegen. Mit Pflanzendrink oder geschmolzener Margarine bestreichen.
  10. **Backen:** Im vorgeheizten Backofen bei 160°C Ober-/Unterhitze (140°C Umluft) 50-55 Minuten goldbraun backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen - es sollte sauber herauskommen. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann stürzen.