Vegane Erdnussbutter-Chocolate-Chip-Blondies ohne Mehl
Diese veganen Blondies ohne Mehl haben es in sich - im wörtlichen Sinne. Der Teig besteht großteils aus Kichererbsen und Erdnussbutter, liefert reichlich Protein und schmeckt trotzdem wie ein echter Schokokuchen. Kein Mehl, kein raffinierter Zucker, kein Kompromiss beim Geschmack.
Laut einem umfassenden Übersichtsartikel zu Kichererbsen (Kumar et al., 2025) im Journal Comprehensive Reviews in Food Science enthalten Kichererbsen im Vergleich zu Weizenmehl deutlich mehr essenzielle Aminosäuren - 39,89 g pro 100 g Protein gegenüber 32,20 g bei Weizen. Und das bei gleichzeitig mehr Ballaststoffen und weniger Gluten.
Erdnussbutter steuert ebenfalls ihren Teil bei: Laut EAT SMARTER liefern zwei Esslöffel reines Erdnussmus rund 8-10 g Protein sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken sollen.
Was macht diese Blondies so besonders?
Klassische Blondies - die helle Variante des Brownies - bestehen normalerweise aus Butter, Mehl und Eiern. Diese vegane Version macht daraus ein nährstoffreiches Dessert, das man ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Die Kichererbsen sorgen für eine dichte, fast fudgige Konsistenz, die an ein gutes Café-Gebäck erinnert. Die Datteln bringen natürliche Süße ohne Haushaltszucker, die Erdnussbutter gibt Tiefe und Cremigkeit.
Das Ergebnis: Ein Kuchen, der nach etwas Besonderem schmeckt - aber ohne die üblichen Backzutaten auskommt.
Wie proteinreich sind Kichererbsen wirklich?
Kichererbsen gehören zu den proteinreichsten Hülsenfrüchten überhaupt. Laut einer Nährwertanalyse auf PubMed (Bhatt et al., 2023) enthalten sie neben Protein auch Eisen, Zink, Folat und Magnesium - Nährstoffe, die bei veganer Ernährung besonders relevant sind. Die Forschung bestätigt außerdem, dass Kichererbsen-Proteine im Vergleich zu vielen anderen pflanzlichen Quellen ein günstiges Aminosäureprofil haben.
Für diese Blondies bedeutet das: Pro Portion stecken deutlich mehr Nährstoffe drin als in einem konventionellen Keks. Eine gute Rechtfertigung für den nächsten Griff in die Dose.
Welche Variationen sind möglich?
Das Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln:
- Nussig: Gehackte Walnüsse oder Haselnüsse unter den Teig mischen
- Fruchtiger Touch: Ein Esslöffel Orangenschale gibt frische Säuerlichkeit
- Extra Schokolade: Teig in zwei Teile teilen, in einen zwei Esslöffel Kakaopulver einrühren und marmoriert backen
- Salziges Finish: Nach dem Backen mit einem Hauch Meersalz bestreuen
Wie werden die Blondies perfekt?
Der wichtigste Schritt: Die Kichererbsen wirklich fein pürieren, bis keine Stücke mehr übrig sind. Dafür braucht es einen guten Food-Processor oder Stabmixer. Je gleichmäßiger die Masse, desto seidiger das Ergebnis.
Die Backzeit ist entscheidend: 22-25 Minuten bei 180 Grad reichen aus. Die Blondies dürfen beim Herausnehmen aus dem Ofen noch leicht weich wirken - sie festigen sich vollständig beim Abkühlen. Wer zu lange backt, bekommt trockene, krümelige Stücke statt saftige Happen.
Lass sie mindestens 20 Minuten vollständig abkühlen, bevor du sie in Quadrate schneidest - so halten sie ihre Form viel besser.
Mehr vegane Schoko-Ideen: Unser Schoko-Kichererbsen-Brownie verwendet eine ähnliche Basis für die dunkle Variante. Für schnelle Snacks ohne Backen sind die Mandel-Dattel-Kugeln oder die veganen Energy Balls perfekt. Wer mehr Snack-Inspiration sucht, findet in unserem Artikel zu veganen Party-Snacks viele weitere Ideen.
Rezept
Zutaten
- 1 Becher (250ml) gekochte Kichererbsen
- 1/2 Becher Erdnussbutter oder Mandelmus
- 10-12 große, weiche Datteln ohne Kern
- 1/2 TL Vanillepulver
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Backpulver
- optional: 1/3-1/2 Becher vegane Schoko-Tropfen oder grobe Schoko-Raspeln aus Schoko mit Kokosblütenzucker oÄ
Zubereitung
- Alle Zutaten bis auf die Schoko in die Küchenmaschine geben und mit dem Messereinsatz zu einem feinen Teig verarbeiten.
- Die Chocolate Chips unterrühren und die Masse in eine Form mit Backpapier geben.
- Bei 180°C für 25min backen. Stäbchenprobe machen.
- Auskühlen lassen und dann in Quadrate schneiden. Yummie!
Häufige Fragen
- Schmeckt man die Kichererbsen in den Blondies?
- Nein - nach dem Backen ist absolut kein Kichererbsen-Geschmack zu erkennen. Die Hülsenfrucht gibt dem Teig nur seine dichte, fudgige Konsistenz und liefert jede Menge Protein. Das ist das Geheimnis hinter dem einzigartigen Biss dieser Blondies.
- Sind die Blondies wirklich glutenfrei?
- Ja, das Rezept enthält kein Mehl und ist damit von Natur aus glutenfrei - vorausgesetzt, du verwendest Kichererbsen aus glutenfreier Produktion und glutenfreie Schokotropfen. Beides ist in gut sortierten Supermärkten oder Bio-Läden erhältlich.
- Wie viel Protein liefern diese Blondies?
- Ein Stück enthält schätzungsweise 4-6 g Protein, je nach Größe der Portion. Das kommt von der Kombination aus Kichererbsen (ca. 9 g Protein pro 100 g gekocht) und Erdnussbutter (ca. 25 g Protein pro 100 g). Beides sind hervorragende pflanzliche Proteinquellen.
- Kann ich Erdnussbutter durch Mandelmus ersetzen?
- Ja, Mandelmus funktioniert genauso gut. Der Geschmack wird etwas milder und nussiger. Auch Cashewmus oder Sonnenblumenkernmus sind mögliche Alternativen. Wichtig ist, dass das Mus cremig und nicht zu trocken ist, damit der Teig gut bindet.
- Wie lange halten sich die Blondies?
- Im verschlossenen Behälter im Kühlschrank halten sie sich bis zu 5 Tage. Du kannst sie auch einfrieren - einzeln in Backpapier wickeln und in einem Gefrierbeutel bis zu 3 Monate aufbewahren. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur 30 Minuten stehen lassen.
- Welche Schokotropfen eignen sich am besten?
- Am besten verwendest du vegane Zartbitter-Schokotropfen mit mindestens 70% Kakaoanteil. Die findest du unter anderem bei Billa, Spar oder in Bio-Läden. Achte auf die Zutatenliste - manche Schokotropfen enthalten Milchpulver.
- Woran erkenne ich, wann die Blondies fertig sind?
- Mache nach 22-25 Minuten die Stäbchenprobe: Stich mit einem Holzstäbchen in die Mitte - wenn kaum Teig daran kleben bleibt, sind sie fertig. Die Blondies dürfen innen noch leicht weich wirken - sie festigen sich beim Abkühlen vollständig. Überbacken macht sie trocken und krümelig.