Veganes Wintergemüse: 9 Sorten mit Saison in Österreich
Im Oktober beginnt die Saison für Kohlsprossen, Pastinaken und Vogerlsalat, und sie reicht je nach Sorte bis in den Februar oder April. Laut Landwirtschaft verstehen zählen Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Pastinaken, Steckrüben, Porree und Feldsalat zu den klassischen Wintergemüsen.
Saisonal einzukaufen schont die Umwelt, unterstützt regionale Betriebe und bringt Abwechslung in die vegane Küche. Diese 9 Sorten lohnen sich jetzt.
Die 9 Sorten im Überblick
| Gemüse | Saison in Österreich | Küchentipp |
|---|---|---|
| Champignons | ganzjährig erhältlich | gefüllt, als Risotto oder Geschnetzeltes |
| Feldsalat (Vogerlsalat) | September bis April | mit Kartoffeln, Äpfeln oder Walnüssen |
| Rosenkohl (Kohlsprossen) | September bis Februar | dünsten oder rösten |
| Chicorée | Herbst und Winter | gegrillt oder überbacken |
| Grünkohl | nach dem ersten Frost | kurz anbraten oder im Smoothie |
| Schwarzwurzel | den ganzen Winter | als Salat, Suppe oder Risotto |
| Pastinake | September bis April | Suppe, Püree, Ofengemüse |
| Rote Rübe (Rote Beete) | ganzjährig aus dem Lager | roh, gekocht oder geröstet |
| Steckrübe | Herbst und Winter | Eintopf, Püree, Ofengemüse |
Die Saisonangaben stammen aus dem Saisonkalender von gesundheit.gv.at.
Pilze und Blattgemüse
1. Champignons
Champignons sind das ganze Jahr erhältlich, denn gesundheit.gv.at führt Speisepilze als ganzjährig verfügbar. Egal ob gefüllt, als Risotto oder Geschnetzeltes: Sie sind echte Multitalente in der veganen Küche.
Pilze verderben schnell. Kauf sie frisch und verbrauche sie innerhalb weniger Tage.
2. Feldsalat
Feldsalat heißt in Österreich Vogerlsalat und ist laut gesundheit.gv.at von September bis April erhältlich. Er verträgt Temperaturen bis minus 15 Grad Celsius und liefert viel Eisen.
Gut waschen lautet die Devise, denn zwischen den Blättchen versteckt sich meist Erde. Am besten schmeckt er mit Kartoffeln, Äpfeln oder Walnüssen, zum Beispiel als Wintersalat mit Granatapfel.
3. Rosenkohl
Rosenkohl ist aus heimischem Anbau je nach Sorte von September bis Februar erhältlich. Er hat im Vergleich zu anderen Gemüsen einen hohen Eiweißgehalt und wird durch Frost sogar aromatischer.
Hier scheiden sich die Geister: Entweder man liebt die kleinen Kugeln oder gar nicht. Mit Kartoffeln überbacken oder als cremige Suppe überzeugen sie auch Skeptiker.
4. Chicorée
Chicorée gehört wie Endivie, Zuckerhut und Radicchio zu den Zichoriengewächsen. Diese Familie enthält den Bitter- und Ballaststoff Inulin, der laut gesundheit.gv.at für den Menschen nicht verdaulich ist und die Verdauung positiv beeinflusst.
Die herbe Note gleichst du mit süßlichem Obst aus. Gegrillt oder überbacken ist Chicorée eine Delikatesse.
5. Grünkohl
Erst nach dem ersten Frost wird Grünkohl so richtig mild und aromatisch. Kohl enthält laut gesundheit.gv.at viel Vitamin C und Ballaststoffe, die lange sättigen.
Probier ihn mit Knoblauch gebraten oder als Smoothie. Mehr zu den Nährstoffen findest du im Artikel Veganes Wintergemüse: Die 6 gesündesten Sorten.
Wurzeln und Knollen
6. Schwarzwurzel
Die Schwarzwurzel heißt auch „Winterspargel" und ist aus heimischem Anbau den ganzen Winter über erhältlich. Sie ist kalorienarm und reich an Ballaststoffen, darunter das Kohlenhydrat Inulin.
Manche schrecken wegen des milchigen Safts zurück, der die Haut dunkel färbt. Das ist kein Grund, auf den nussigen Geschmack zu verzichten: Trag beim Schälen einfach Handschuhe. Gute Einstiege sind Salat, Suppe oder Risotto.
7. Pastinake
Pastinaken sind in Österreich von September bis April erhältlich, zum Teil aus Lagerbeständen, wie gesundheit.gv.at angibt. Bis ins 18. Jahrhundert war die Pastinake hierzulande ein wichtiges Grundnahrungsmittel.
Du kennst sie vom Suppengemüse-Bund. Sie verleiht veganen Suppen und Eintöpfen einen würzigen Geschmack, der an Petersilie erinnert. Auch als Püree oder Ofengemüse ist sie köstlich.
8. Rote Rübe
Rote Rüben (in Deutschland Rote Beete) sind laut gesundheit.gv.at das ganze Jahr über erhältlich, weil sie sich in kühlen Lagerräumen gut aufbewahren lassen. Die neue Ernte beginnt im Mai.
Die erdige Note muss nicht immer gleich stark sein: Es gibt Sorten in Rot, Gelb und geringelt. Wie vielseitig die Knolle ist, liest du im Artikel Rote Bete.
9. Steckrübe
Steckrüben sind ein klassisches Gemüse für kalte Tage. Aus ihnen lassen sich Eintopf, Püree oder Ofengemüse zaubern.
Geröstet bekommt die Steckrübe eine süßliche Note, die gut zu Kartoffeln und Karotten passt.
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Wintergemüse einkaufen und lagern
Schau auch mal auf dem Wochenmarkt vorbei. Dort findest du oft regionales Wintergemüse direkt vom Betrieb, besonders frisch und ohne lange Transportwege.
Wie du Gemüse richtig aufbewahrst, steht im Artikel Gemüse richtig lagern. Ideen für warme Hauptgerichte findest du unter vegane Wintergerichte.
Häufige Fragen
- Welches Gemüse hat im Oktober und November Saison in Österreich?
- Kohlsprossen (Rosenkohl), Pastinaken und Vogerlsalat (Feldsalat) sind jetzt aus heimischem Anbau erhältlich, ebenso Kohl und Schwarzwurzeln. Rote Rüben bekommst du das ganze Jahr, weil sie sich in kühlen Lagerräumen gut aufbewahren lassen.
- Wie lagere ich Pastinaken und anderes Wurzelgemüse richtig?
- Pastinaken bleiben bei Temperaturen von höchstens 2 Grad Celsius monatelang verzehrfähig. Ein kühler Keller oder das Gemüsefach im Kühlschrank eignen sich gut. Rote Rüben wickelst du im Kühlschrank am besten in Papier oder Folie.
- Kann ich Rosenkohl roh essen?
- Kohlsprossen (Rosenkohl) werden üblicherweise gedämpft, gedünstet oder gekocht und nicht roh gegessen. Zum Einfrieren blanchierst du sie kurz in kochendem Wasser, im Gefrierfach halten sie sich dann sechs bis neun Monate. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind sie nur zwei bis drei Tage haltbar.
- Warum schmeckt Wintergemüse nach dem ersten Frost oft besser?
- Kohlsprossen überstehen Frost problemlos und werden durch die Kälte geschmacklich sogar besser. Auch Vogerlsalat verträgt Temperaturen bis minus 15 Grad Celsius. Deshalb ist das Gemüse gerade in der kalten Jahreszeit auf dem Höhepunkt seines Aromas.
- Wie schäle ich Schwarzwurzeln, ohne dass sich die Hände verfärben?
- Trag beim Schälen Küchenhandschuhe. Der milchige Saft der Schwarzwurzel färbt die Haut dunkel, was harmlos, aber unschön ist. Die Handschuhe sind deshalb der einfachste Schutz.
- Wie lange halten sich frische Champignons?
- Champignons verderben leicht und eignen sich nicht für lange Lagerung. An einem kühlen, trockenen Ort halten sie einige Tage. Pilzgerichte kühlst du nach dem Kochen schnell ab, lagerst sie bei 2 bis 4 Grad Celsius und erhitzt sie beim Aufwärmen auf mindestens 70 Grad Celsius.