So schützt du dein Zuhause vor Bakterien
An der Türklinke geht es bereits los, denn schon beim Betreten deines Heims muss diese von jedem berührt werden. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit aus 2025 zeigt: Türklinken weisen eine mikrobielle Kontaminationsrate von etwa 10% auf, wobei virale Verunreinigungen (17,7%) häufiger vorkommen als bakterielle (6,2%). Ein Virus kann von derselben Türklinke an bis zu 14 Hände weitergegeben werden. Aber nicht nur an der Türklinke, auch in allen anderen Räumen deines Zuhauses verstecken sich unerwartete Bakterien und Viren.
SCHUTZ IM WOHNZIMMER
Touchscreens und andere elektronische Gegenstände
Wann hast du zum Beispiel zum letzten Mal deine Fernbedienung abgewischt? Gemeinsam genutzte Oberflächen wie Handy-Display, Tablets und Lichtschalter sind effektive Überträger von Erregern – besonders wenn im Haushalt jemand krank ist. Ein feuchtes Mikrofasertuch mit etwas Essig reicht für die regelmäßige Reinigung aus.
Grüne Polizei aktivieren
Pflanzen geben im Laufe eines Tages Wasser an die Raumluft ab. Laut einer Studie aus 2024 in PLOS One erhöhen Zimmerpflanzen signifikant die Luftfeuchtigkeit in Räumen. In feuchter Raumluft sinken Erreger schneller zu Boden und können sich weniger gut verbreiten. Aktuelle Forschung der University of Surrey bestätigt: Zimmerpflanzen verbessern nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern auch das thermische Wohlbefinden.
Entspannung ist auch gleich ein gutes Stichwort, denn wer sich abends mit einem guten Buch oder ruhiger Musik entspannt, stärkt damit auch seinen Organismus.
SCHUTZ IM SCHLAFZIMMER
Guter Schlaf
Ausreichend Schlaf ist essenziell für ein funktionierendes Immunsystem. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Immunfunktion – mindestens sieben Stunden werden für eine optimale Gesundheit empfohlen. Im Winter schlafen viele Menschen schlechter, weil ihre innere Uhr aus dem Takt kommt. Unserer inneren Uhr hilft es, immer zur gleichen Zeit zu Bett zu gehen, auch am Wochenende.
Goldene Milch als Gute-Nacht-Trunk
Kurkuma enthält Curcumin, das in Laborstudien antibakterielle und antivirale Eigenschaften zeigte. Für eine wärmende "Goldene Milch" verrührst du 1 TL Kurkuma mit 100 ml Wasser und erhitzt es. Dann geriebenen Ingwer, Pfeffer, Zimt und 1 TL Kokosöl mit 250 ml Hafermilch zugeben und genießen.
Frische Zitronenscheiben neben dem Bett
Der frische Duft im Schlafzimmer unterstützt das Einschlafen. Ätherische Öle aus Zitrusfrüchten können zudem eine beruhigende Wirkung haben.
SCHUTZ IM BADEZIMMER
Handtücher
Viren trocknen auf porösen Oberflächen wie Handtüchern schneller aus als auf glatten. Doch auf feuchter Frottierware halten sie sich dafür länger. Also lieber keine Handtücher teilen und jede Woche wechseln. Dazu bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine waschen.
Hände waschen
Studien belegen: Händewaschen mit Seife reduziert Bakterien auf den Händen um bis zu 92% im Vergleich zu nur 77% mit Wasser allein. Am besten die Seife mindestens 20 Sekunden einwirken lassen und besonders auf die Fingerkuppen achten – mit denen berühren wir das meiste.
Zahnbürsten WG
Besonders wenn jemand im Haushalt krank ist, können Erreger von Zahnbürstengriffen überspringen. Es ist sinnvoll, Zahnbürsten nicht im gleichen Behältnis aufzubewahren, damit sich die Griffe nicht berühren.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.