Vegane Bohnennudeln: Proteinreich, glutenfrei und sättigend

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Bohnennudeln bestehen nur aus Hülsenfrüchten und Wasser - und liefern dabei bis zu 25 g Protein pro 100 g Trockengewicht, rund doppelt so viel wie klassische Weizenpasta. Sie sind von Natur aus glutenfrei und kochen sich in 5 bis 8 Minuten.

Dieser Guide erklärt, welche Sorten es gibt, wie du sie richtig kochst, welche Saucen jetzt im Herbst passen und worauf du beim Einkauf achtest.

Bohnennudeln: Herstellung und Zutaten

Bohnennudeln werden aus gemahlenen Hülsenfrüchten hergestellt - meist Kichererbsen, schwarze Bohnen, Linsen, Edamame oder Mungbohnen. Die gemahlene Masse wird mit Wasser zu einem Teig verarbeitet und dann extrudiert (wie klassische Pasta) oder zu dünnen Strängen gezogen.

Das Ergebnis sieht kaum anders aus als herkömmliche Pasta, bringt aber ein völlig anderes Nährwertprofil mit. Sie sind von Natur aus vegan und - sofern kein Weizen zugesetzt wird - glutenfrei.

Die Grundlagen pflanzlicher Pasta erklärt unser Artikel Ist Pasta vegan?.

Die wichtigsten Sorten im Überblick

Die Vielfalt ist groß. Hier sind die häufigsten Sorten und ihre Eigenschaften:

Sorte Protein (pro 100 g trocken) Ballaststoffe Besonderheit
Schwarze Bohnennudeln ~25 g ~15 g Kräftiger Geschmack, dunkle Farbe
Kichererbsennudeln ~20 g ~10 g Mild, sehr vielseitig
Linsennudeln (rot/grün) ~22 g ~9 g Feiner Eigengeschmack, leicht süßlich
Edamame-/Mungbohnennudeln ~18 g ~12 g Besonders zarte Textur
Sojabohnennudeln ~23 g ~8 g Reichhaltig, cremige Konsistenz

Laut Cleveland Clinic enthalten Kichererbsennudeln pro Tasse rund 20 g Protein und 10 g Ballaststoffe.

Nährstoffe: Mehr Protein, mehr Ballaststoffe

Der größte Unterschied zu Weizenpasta liegt im Protein- und Ballaststoffgehalt:

Eine PMC-Studie (2022) hat schwarze Bohnenpasta in einem kontrollierten Versuch untersucht und einen geringeren Blutzucker- und Insulinanstieg als nach Weißbrot gemessen. Außerdem hält das Sättigungsgefühl länger an.

Passende vegane Pasta-Saucen findest du in unserem Guide, wie gesund Pasta insgesamt ist, steht in Wie gesund ist Pasta?.

Glykämischer Index und resistente Stärke

Der glykämische Index (GI) zeigt, wie schnell ein Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt. Eine Übersichtsstudie in Nutrients (PMC, 2021) zeigt: Pasta aus Hülsenfrüchten hat einen mittleren GI von etwa 46, herkömmliche Weizenpasta liegt bei rund 55.

Besonders interessant ist eine Studie in Metabolites (2024): Beim Abkühlen von gekochter Kichererbsenpasta verdoppelt sich nahezu der Anteil an resistenter Stärke - von 1,83 auf 3,65 g pro 100 g. Gekühlte Kichererbsenpasta kommt dadurch auf einen GI von 33, frisch gekochte auf 39.

Praktischer Tipp: Koche Bohnennudeln vorab, lass sie abkühlen und verwende sie kalt im Salat oder nach dem Wiedererhitzen.

Bohnennudeln richtig kochen

Bohnennudeln kochen sich ähnlich wie Weizenpasta - mit ein paar kleinen Unterschieden:

  1. Reichlich gesalzenes Wasser verwenden (mindestens 1 Liter pro 100 g Nudeln)
  2. Kochzeit beachten: 5 bis 8 Minuten je nach Sorte, Packungsangabe lesen
  3. Ab Minute 5 kosten: Bohnennudeln werden schnell zu weich
  4. Nicht überkochen: Bei zu langer Kochzeit werden sie matschig
  5. Kurz abspülen (optional): Entfernt überschüssige Stärke und verbessert die Textur

Mehr zur Technik steht in Nudeln richtig kochen.

Saucen und Gerichte für den Herbst

Bohnennudeln passen besonders gut zu kräftigen, aromatischen Saucen, die den erdigen Eigengeschmack ergänzen:

Mehr Ideen für die kühle Jahreszeit gibt es in Herbstliche Pasta.

Bohnennudeln kaufen in Österreich und Deutschland

Die Verfügbarkeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Kichererbsen- und Linsennudeln findest du in vielen Supermärkten, meist bei den glutenfreien oder den Bio-Produkten. Eine größere Auswahl gibt es in:

Beim Einkauf lohnt der Blick auf die Zutatenliste: Gute Bohnennudeln enthalten nur Hülsenfrüchte und Wasser. Eine Übersicht aller pflanzlichen Nudeloptionen - auch glutenfreier Varianten - gibt es im Nudelalternativen-Guide.

Häufige Fragen

Was sind vegane Bohnennudeln?
Vegane Bohnennudeln werden ausschließlich aus gemahlenen Hülsenfrüchten (z. B. schwarze Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Edamame) und Wasser hergestellt - ganz ohne Weizen, Eier oder andere tierische Zutaten. Sie sind dadurch von Natur aus vegan und glutenfrei.
Wie viel Protein enthalten Bohnennudeln?
Je nach Sorte liefern Bohnennudeln zwischen 20 und 25 g Protein pro 100 g Trockengewicht - rund doppelt so viel wie Weizennudeln mit etwa 12 g. Besonders proteinreich sind Kichererbsen- und schwarze Bohnennudeln.
Schmecken Bohnennudeln anders als normale Pasta?
Bohnennudeln haben einen leicht erdigen, nussigen Eigengeschmack. Schwarze Bohnennudeln sind kräftiger, Kichererbsen- und Linsennudeln sind milder. In würzigen Saucen fällt der Eigengeschmack kaum auf. Die Konsistenz ist fester als bei Weizenpasta und bleibt auch beim Kochen stabiler.
Wie lange kocht man Bohnennudeln?
Die Kochzeit liegt je nach Sorte bei 5 bis 8 Minuten - ähnlich wie Al-dente-Pasta aus Weizen. Wichtig: Bohnennudeln nicht überkochen, da sie sonst matschig werden. Am besten die Packungsanleitung beachten und die Nudeln beim ersten Mal 1 Minute früher kosten.
Haben Bohnennudeln einen niedrigeren glykämischen Index?
Ja. Eine Studie im Fachjournal Metabolites (2024) zeigt, dass Kichererbsen-Pasta einen glykämischen Index von rund 33 bis 39 hat - deutlich unter dem Durchschnitt von Weizenpasta mit rund 55. Der hohe Protein- und Ballaststoffgehalt verlangsamt die Verdauung und macht lange satt.
Sind Bohnennudeln wirklich glutenfrei?
Bohnennudeln aus reinen Hülsenfrüchten ohne Weizenzusatz sind von Natur aus glutenfrei. Wer sehr empfindlich auf Gluten reagiert, sollte auf das Glutenfrei-Siegel auf der Verpackung achten, da Produktionsstätten manchmal auch Weizen verarbeiten und eine Kreuzkontamination möglich ist.
Wo kauft man Bohnennudeln in Österreich?
Kichererbsen- und Linsennudeln stehen in vielen Supermärkten im Regal bei den glutenfreien Nudeln oder bei den Trockenprodukten. Eine größere Auswahl, darunter schwarze Bohnen-, Edamame- und Mungbohnennudeln, findest du in Bio-Supermärkten, Asia-Läden und im Onlinehandel.
Wie bereite ich Bohnennudeln am besten zu?
Bohnennudeln passen zu kräftigen Saucen wie Bolognese, Arrabiata oder Pesto. Sie eignen sich auch für Nudelsalate. Tipp: Nach dem Kochen abkühlen lassen - das erhöht den Anteil an resistenter Stärke und macht die Nudeln noch bekömmlicher.