Löwenzahn: Veganes Superfood aus dem Garten
Löwenzahn (Taraxacum officinale) wird oft als Unkraut abgetan, dabei ist diese robuste Pflanze ein echtes Superfood. Laut einer umfassenden Studie im Bulletin of the National Research Centre vereint Löwenzahn zahlreiche wertvolle Eigenschaften: antioxidativ, entzündungshemmend und reich an sekundären Pflanzenstoffen. Für die vegane Küche ist er ein kostenloses Wildkraut mit beeindruckendem Nährstoffprofil.
Nährstoff-Kraftpaket: Was steckt im Löwenzahn?
Die Zahlen sprechen für sich. Laut einer Analyse im Canadian Journal of Plant Science liefern 100 g Löwenzahnblätter:
- Vitamin K: Etwa 650% der empfohlenen Tagesdosis
- Vitamin A: Rund 338% der empfohlenen Tagesdosis
- Vitamin C: Circa 58% der empfohlenen Tagesdosis
Forschungen zeigen, dass Löwenzahn außerdem reich an Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium ist. Mit nur 48 Kalorien pro 100 g ist er dabei kalorienarm und ballaststoffreich.
Bioaktive Inhaltsstoffe
Löwenzahn enthält laut aktueller Forschung in ScienceDirect eine beeindruckende Palette an bioaktiven Substanzen:
- Flavonoide wie Quercetin und Luteolin mit antioxidativen Eigenschaften
- Phenolsäuren einschließlich Chlorogensäure und Kaffeesäure
- Triterpene wie Taraxasterol
- Inulin - ein präbiotischer Ballaststoff in der Wurzel
Die MDPI-Fachzeitschrift Pharmaceuticals bestätigt: Diese Inhaltsstoffe werden in der Forschung auf ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften untersucht.
Löwenzahn in der veganen Küche
Die vielseitige Pflanze lässt sich komplett verwerten - Blätter, Blüten und Wurzeln finden ihren Platz in der Küche.
Löwenzahnsalat
Junge Löwenzahnblätter sind ideal für frische Salate. Sie haben einen angenehm herb-nussigen Geschmack und sind weniger bitter als ältere Blätter. Die beste Erntezeit ist von April bis Mai, wenn die Blätter noch zart und etwa 5-10 cm lang sind.
Tipp: Kombiniere Löwenzahn mit süßen Zutaten wie Birne, Apfel oder einem Balsamico-Dressing, um die leichte Bitternote auszugleichen.
Grüne Smoothies
In grünen Smoothies macht sich Löwenzahn hervorragend. Die Bitterstoffe harmonieren perfekt mit süßen Früchten:
- Eine Handvoll Löwenzahnblätter
- 1 reife Banane
- 1 Apfel oder Birne
- 200 ml Pflanzenmilch
Die Simply Vegan-Variante kombiniert Löwenzahn mit Brennnessel, Mango und Banane für einen vitaminreichen Start in den Tag.
Veganer Löwenzahnhonig
Aus den gelben Blüten lässt sich ein wunderbar süßer Sirup herstellen - der perfekte vegane Honigersatz. Einfach Blüten mit Wasser und Zucker einkochen, bis ein goldener, blumig-süßer Sirup entsteht.
Löwenzahn-Kaffee
Aus gerösteten Löwenzahnwurzeln lässt sich ein koffeinfreier Kaffee-Ersatz zubereiten. Die Wurzeln werden gewaschen, in Stücke geschnitten, bei niedriger Temperatur im Ofen geröstet und dann gemahlen.
Richtig sammeln: Darauf solltest du achten
- Beste Sammelzeit: April bis Mai für zarte Blätter, die ganze Saison über für Blüten
- Saubere Standorte: Meide Straßenränder, gedüngte Felder und stark frequentierte Hundewiesen
- Junge Blätter bevorzugen: Vor der Blüte geerntet sind sie am zartesten
- Wurzeln im Herbst: Die Wurzeln sind im Spätherbst am inulinreichsten
Fazit: Unterschätztes Wildkraut
Löwenzahn ist weit mehr als ein Unkraut. Mit seinem beeindruckenden Nährstoffprofil, den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und der Tatsache, dass er praktisch überall wächst, ist er ein echtes Geschenk für die vegane Küche. Ob im Salat, Smoothie oder als veganer Honig - es lohnt sich, die Pusteblume neu zu entdecken.