Vegane Lebensmittel richtig lagern: So bleibt alles frisch
Die richtige Lagerung macht einen enormen Unterschied: Viele Lebensmittel verderben unnötig schnell, weil sie falsch aufbewahrt werden. Mit diesen Tipps sparst du Geld und reduzierst Lebensmittelverschwendung.
Die richtige Kühlschranktemperatur
Laut Greenpeace Österreich liegt die optimale Kühlschranktemperatur bei etwa 7-8°C. Wichtig zu wissen: Im Kühlschrank ist es nicht überall gleich kalt. An der Rückwand, wo das Kühlaggregat sitzt, ist es am kältesten. Da kalte Luft absinkt, bilden sich unterschiedliche Temperaturzonen.
Obst und Gemüse richtig einordnen
Was NICHT in den Kühlschrank gehört
Die Verbraucherzentrale erklärt: Viele Obst- und Gemüsesorten vertragen keine Kälte:
- Tomaten werden im Kühlschrank geschmacklos und wässrig. Besser bei Zimmertemperatur aufbewahren.
- Avocados reifen am besten bei Raumtemperatur nach. Erst wenn sie reif sind, können sie für wenige Tage in den Kühlschrank.
- Bananen bekommen im Kühlschrank braune Flecken und verlieren ihr Aroma.
- Kartoffeln niemals kalt lagern - bei Kälte wandelt sich die Stärke in Zucker um, was den Geschmack verändert. Am besten dunkel und kühl (aber nicht kalt) bei etwa 10°C aufbewahren.
- Zitrusfrüchte und andere Südfrüchte vertragen die Kälte nicht gut. Bei Zimmertemperatur halten sie etwa eine Woche.
Was ins Gemüsefach gehört
Das Gemüsefach ist ideal für:
- Blattsalate und Kräuter - am besten in ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen
- Karotten, Sellerie und Wurzelgemüse - in Papiertüten verpackt halten sie länger
- Brokkoli und Blumenkohl - in luftdichten Behältern bis zu zwei Wochen haltbar
Das Ethylen-Geheimnis
Manche Früchte produzieren das Reifegas Ethylen, das andere Lebensmittel schneller reifen - und verderben - lässt. Laut dem Lebensmittelmagazin solltest du diese Ethylen-Produzenten immer getrennt lagern:
- Äpfel
- Tomaten
- Birnen
- Bananen
Tipp: Du kannst Ethylen aber auch nutzen! Unreife Avocados oder Kiwis reifen schneller nach, wenn du sie zusammen mit einem Apfel in eine Papiertüte legst.
Die Kühlschranktür richtig nutzen
Die Wien Energie empfiehlt für die Kühlschranktür:
- Oberes Türfach: Pflanzliche Streichfette und Margarine
- Mittleres Türfach: Senf, Dressings, angebrochene Glaskonserven
- Unten: Getränke und Säfte
Pflanzenmilch gehört übrigens nicht in die Tür - dort ist es zu warm. Sie hält sich besser im mittleren Fach des Kühlschranks.
Praktische Lagerungstipps
Pilze und Wurzelgemüse
Pilze aus der Plastikverpackung nehmen und in einer Papiertüte lagern. So kann Feuchtigkeit verdunsten und sie schimmeln nicht so schnell.
Ingwer
Im Kühlschrank hält sich Ingwer mehrere Wochen, am besten luftdicht in einer Papiertüte verpackt. Bei Zimmertemperatur wird er schnell faserig und trocknet aus.
Angeschnittene Avocado
Eine angeschnittene Avocado-Hälfte bleibt länger frisch, wenn du den Kern noch drinnen lässt. Mit etwas Zitronensaft beträufelt und in Frischhaltefolie gewickelt hält sie sich 1-2 Tage im Kühlschrank.
Frische Kräuter
Basilikum mag keine Kälte - am besten wie einen Blumenstrauß in ein Glas Wasser stellen. Petersilie und Schnittlauch hingegen gehören in ein feuchtes Küchentuch gewickelt ins Gemüsefach.
Hygiene nicht vergessen
Das Bayerische Verbraucherportal weist darauf hin: Neben dem Spülschwamm bietet der Kühlschrank die größte Keimgefahr in der Küche. Besonders das Gemüsefach sollte regelmäßig mit warmem Wasser und einem Schuss Essig ausgewischt werden.
Weitere Tipps:
- Lebensmittel in luftdichten Behältern aufbewahren
- Ältere Produkte nach vorne räumen (First In, First Out)
- Nicht zu voll packen - Luft muss zirkulieren können
Brot und Backwaren
Brot gehört nicht in den Kühlschrank - dort trocknet es schnell aus. Am besten im Brotkasten bei Zimmertemperatur aufbewahren. Vollkornbrot hält sich generell länger als Weißbrot.
Tipp: Überschüssiges Brot kannst du einfrieren und bei Bedarf toasten.
Mit diesen einfachen Tricks bleiben deine pflanzlichen Lebensmittel länger frisch und du wirfst weniger weg. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt!
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