Plastikfreie Brotdose und Jausenbox

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Die beste plastikfreie Brotdose besteht aus Edelstahl oder Glas, hat einen dichten Verschluss und hält mehrere Schuljahre. Beide Materialien geben laut Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein keine Stoffe an Lebensmittel ab und sind auch für heiße oder fetthaltige Speisen geeignet. Hier siehst du, welches Material zu welchem Alltag passt.

Edelstahl, Glas und Holz im Vergleich

Der BUND empfiehlt für Brotdosen Edelstahl oder Glas. Die Herstellung braucht zwar mehr Ressourcen als bei Kunststoff, dafür halten Edelstahldosen deutlich länger. Die Preise und Eigenschaften in der Tabelle stammen aus dem Material-Vergleich von Utopia.

Material Auslaufsicher Spülmaschine Gut zu wissen Preis ca.
Edelstahl Mit Silikondichtung und Klemmverschluss Ja Leicht, bruchsicher, schulalltagstauglich 14 bis 45 Euro
Glas Mit dichtem Deckel Ja Schwer, Deckel enthalten meist Kunststoff ab 15 Euro
Holz (Esche) Nein Nein Nur für trockene Jause ab 50 Euro
Bambus Nein Nein Handwäsche, nicht in Mikrowelle 24 bis 34 Euro

Beim Kauf zählt, wie viel Plastik der Deckel noch enthält. Eine Glasdose mit Kunststoffdeckel ist besser als eine reine Plastikdose, aber nicht vollständig plastikfrei.

Auslaufsicher: Darauf kommt es beim Verschluss an

Eine Dose, die im Schulranzen aufspringt, wird schnell wieder gegen Plastik getauscht. Der Verschluss entscheidet deshalb mehr als das Material.

Der Vergleich von Smarticular zeigt das Muster: Bei Dosen, deren Deckel nur aufgedrückt wird, öffnet sich der Verschluss beim Transport leicht. Bei flüssigen Zutaten wie Suppen, Joghurt und Dressings versagen Dichtungen häufig. Darauf solltest du achten:

Suppen und Eintöpfe füllst du besser in ein Glas mit Schraubdeckel oder eine Thermo-Speisedose.

Haltbarkeit im Lunchbox-Test

Das Magazin test.de prüfte 2022 insgesamt 14 Lunchboxen und belastete sie mit Falltests und Spülgängen. Eine der geprüften Edelstahldosen bestand den Test mit 30 Kilogramm Last und 20 Spülmaschinendurchläufen mit sehr gut. Bei einer anderen Edelstahldose schlossen die Verschlüsse nach dem Belastungstest nicht mehr richtig.

Die Preise der getesteten Dosen lagen zwischen 6 und 25 Euro. Edelstahl ist also nicht automatisch besser: Die Qualität des Verschlusses entscheidet über die Haltbarkeit.

Wraps, Jausensackerl und vegane Wachstücher

Für Brot, Wraps und Obst brauchst du nicht zwingend eine Dose. Stoffbeutel und Baumwoll-Wraps wiegen kaum etwas und lassen sich nach dem Essen in die Wäsche geben. Für ein belegtes Brot reicht ein Wrap, und auf dem Rückweg nimmt er kaum Platz weg.

Auch Wachstücher funktionieren ohne Bienenwachs. Laut Öko-Test lassen sich vegane Tücher mit Raps- oder Sojawachs herstellen. Mehr zu pflanzlichen Wachsen steht in unserer Zutatenkunde zu Wachsen.

Für Wachstücher gelten drei Regeln:

  1. Nur mit kaltem Wasser abwaschen, sonst schmilzt das Wachs.
  2. Keine heißen oder sehr fettigen Speisen einwickeln.
  3. Nach etwa einem Jahr austauschen.

Vorhandene Plastikdosen sinnvoll weiterverwenden

Der BUND sagt es klar: Der nachhaltigste Behälter ist der, den du schon im Schrank hast. Unbeschädigte Dosen aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) kannst du weiterverwenden.

Mit Plastikdosen gehst du so um:

Bisphenol A ist seit 20. Jänner 2025 in der EU in Lebensmittelkontaktmaterialien verboten.

Laut Verordnung (EU) 2024/3190 endeten die Übergangsfristen für die meisten Produkte am 20. Juli 2026. Bei älteren Dosen kannst du über die kostenlose ToxFox-App des BUND beim Hersteller nachfragen.

Trinkflasche und Pflege

Zur Brotdose passt eine Flasche aus Edelstahl oder Glas. Prüfe dabei Verschluss und Mundstück, denn gerade dort steckt oft wieder Kunststoff.

Edelstahl und Glas kommen in die Spülmaschine. Holz und Bambus wäschst du von Hand. Nimm die Silikondichtung heraus und lass alle Teile offen trocknen, damit nichts muffig riecht.

Ideen für den Inhalt

Mit der richtigen Dose ist die halbe Arbeit getan. Ideen für den Inhalt:

Häufige Fragen

Welche plastikfreie Brotdose ist die beste für Kinder?
Für den Schulalltag hat sich Edelstahl bewährt: Die Dosen sind leicht, bruchsicher und spülmaschinenfest. Achte auf Klemmverschlüsse und eine Dichtung, damit sich der Deckel bei einem Sturz nicht öffnet. Glas ist hygienisch, aber schwer und kann brechen. Holz und Bambus sind meist nicht auslaufsicher und eignen sich eher für trockene Jause wie Brot, Obst und Gemüsesticks.
Ist eine Edelstahl-Brotdose wirklich auslaufsicher?
Nicht jede. Dosen, bei denen der Deckel nur aufgedrückt wird, springen beim Transport leicht auf. Modelle mit Klemmverschluss und Silikondichtung halten Brot, Obst und Salat zuverlässig zusammen. Bei Suppen, Joghurt und Dressings versagen Dichtungen häufig, dafür nimmst du besser ein Glas mit Schraubdeckel oder eine Thermo-Speisedose.
Kann ich meine vorhandenen Plastikdosen weiterverwenden?
Ja, solange sie unbeschädigt sind und aus Polypropylen oder Polyethylen bestehen. Der BUND empfiehlt, vorhandene Behälter aufzubrauchen, statt neue zu kaufen. Fülle keine heißen Speisen ein, erwärme nichts in der Mikrowelle und sortiere zerkratzte, verfärbte oder verformte Dosen aus.
Was ist an Bambus-Brotdosen problematisch?
Viele Behälter, die als Bambus verkauft werden, bestehen zu großen Teilen aus Melamin-Formaldehyd-Harz, einem Kunststoff mit Bambusfasern. Der BUND rät davon ab, besonders bei warmen Speisen ab etwa 70 Grad. Behälter aus massivem Bambus oder Holz sind etwas anderes, brauchen aber Handwäsche und sind nicht auslaufsicher.
Gibt es vegane Alternativen zu Bienenwachstüchern?
Ja, Wachstücher lassen sich mit Raps- oder Sojawachs statt Bienenwachs herstellen. Sie sind für trockene, kalte Jause wie Brot oder Gemüse gedacht, nicht für heiße oder sehr fettige Speisen. Wasche sie nur mit kaltem Wasser ab und tausche sie nach etwa einem Jahr aus.
Was bedeutet das EU-Verbot von Bisphenol A für Brotdosen?
Seit 20. Jänner 2025 gilt in der EU ein Verbot von Bisphenol A in Materialien mit Lebensmittelkontakt, für die meisten Produkte endeten die Übergangsfristen am 20. Juli 2026. Neu gekaufte Dosen dürfen also kein BPA mehr enthalten. Bei älteren Plastikdosen kannst du beim Hersteller nachfragen, zum Beispiel über die kostenlose ToxFox-App des BUND.