Vegane Proteinquelle Hanf: Das heimische Superfood mit perfektem Nährstoffprofil

10.2.2026

Hanfsamen erleben gerade ein beeindruckendes Comeback in der veganen Küche - und das aus gutem Grund. Laut einer aktuellen Übersichtsstudie im Journal Molecules zählen sie zu den nährstoffreichsten Samen überhaupt und sind eine ideale Ergänzung für die pflanzliche Ernährung.

Gleich vorweg: Die bei uns zugelassenen Nutzhanf-Sorten enthalten unter 0,2% THC und haben keinerlei berauschende Wirkung.

Nährwerte auf einen Blick

Hanfsamen überzeugen mit einem beeindruckenden Nährstoffprofil. Laut AOK Gesundheitsmagazin und dem Bundeszentrum für Ernährung enthalten 100g Hanfsamen:

Nährstoff Menge pro 100g
Protein 25-32g
Fett 28-35g
Ballaststoffe ca. 41g (ungeschält)
Kohlenhydrate ca. 3g
Kalorien 455 kcal

Dazu kommen hohe Gehalte an B-Vitaminen (besonders B1, B2, B3), Vitamin E, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Eisen.

Optimales Fettsäure-Verhältnis für die Herzgesundheit

Eine 2025 veröffentlichte Review-Studie in Frontiers in Nutrition untersuchte die kardioprotektiven Effekte von Hanfsamen. Die wichtigsten Erkenntnisse:

Die Studie zeigt, dass Hanfsamen die Blutfettwerte positiv beeinflussen, Blutdruck senken und oxidativen Stress reduzieren können. Allerdings weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass weitere klinische Langzeitstudien am Menschen nötig sind.

Vegane Proteinquelle mit allen Aminosäuren

Für die vegane Ernährung besonders wertvoll: Hanfsamen liefern alle neun essentiellen Aminosäuren. Laut einer Studie im Foods Journal (2025) erreichen Hanfprotein-Konzentrate einen Proteingehalt von bis zu 93%.

Die zwei Hauptproteine Edestin und Albumin sind besonders leicht verdaulich - ein Vorteil gegenüber manchen anderen pflanzlichen Proteinquellen. Besonders praktisch: Anders als bei Soja sind Hanfprotein-Allergien äußerst selten.

Vitamin B2 - So viel wie in keinem anderen Samen

Vitamin B2 (Riboflavin) ist essenziell für Stoffwechsel, Augengesundheit und schöne Haut. Hanfsamen können bis zu 1,1 mg pro 100g enthalten. Das ist:

Gamma-Linolensäure - Das Besondere an Hanf

Hanf gehört zu den wenigen Pflanzen, die Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten (2-4%). Diese seltene Fettsäure unterstützt laut Zentrum der Gesundheit:

Andere GLA-Quellen wie Schwarze Johannisbeeren, Spirulina oder Granatapfelkerne sind deutlich schwerer in den Alltag zu integrieren.

Wichtige Hinweise zur Dosierung

Die Verbraucherzentrale empfiehlt:

Für Sportler wichtig: Trotz des geringen THC-Gehalts können nach größerem Hanf-Verzehr dopingrelevante Substanzen im Urin nachweisbar sein. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt Wettkampfathleten daher Vorsicht.

So verwendest du Hanfsamen

Es gibt sie geschält (heller, weicher, milder) oder ungeschält (mehr Ballaststoffe, nussiger):

Fazit: Heimisches Superfood mit wissenschaftlich belegten Vorteilen

Hanfsamen sind keine Wundermittel - aber ein richtig gutes, nährstoffreiches Lebensmittel. Die aktuelle Wissenschaft bestätigt ihren Wert als vegane Proteinquelle mit optimalem Fettsäureprofil.

Besonders praktisch: Anders als exotische Superfoods wie Açaí oder Goji wachsen Hanfsamen direkt in Österreich und Deutschland. Regional, nachhaltig und voller wichtiger Nährstoffe.

Tipp: Starte mit einem Esslöffel täglich im Müsli und steigere langsam. So gewöhnt sich dein Verdauungssystem an die Ballaststoffe.

Entdecke auch unsere anderen heimischen Superfoods: Leinsamen, Walnüsse und Mohn.