Upcycling-Weihnachtsdeko selber machen: 6 Ideen

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Aus leeren Konservendosen, matten Christbaumkugeln, Wollresten und alten Knöpfen wird in einem Nachmittag neue Weihnachtsdeko. Die sechs Ideen unten brauchen nur Material, das ohnehin im Haushalt liegt.

Warum sich Upcycling zu Weihnachten lohnt

Rund um die Feiertage fällt in Österreich viel Abfall an: Die Energie AG Umweltservice rechnet in einem ORF-Bericht (2025) mit 75 Kilogramm Müll pro Person rund um Weihnachten. Das sind etwa 15 Prozent des Jahresmülls.

Bei Deko lässt sich dieser Berg leicht verkleinern. Und weil Altes oft persönlicher aussieht als Gekauftes, bekommst du nebenbei einen eigenen Stil.

Die sechs Ideen im Überblick

Idee Material Aufwand
Papier-Adventskranz Pappe, 4 Kerzen, Band 15 Minuten
Aufgepeppte Christbaumkugeln Alte Kugeln, Zeitungspapier, Kleister, Wolle 1 Stunde plus Trocknen
Knopf-Schneeflocken Draht-Kleiderbügel, weiße Knöpfe, Kleber 45 Minuten
Sternen-Dose Konservendose, Nagel, Hammer 30 Minuten
Zuckerstangen-Glas Marmeladeglas, Kleber, Glitzer 20 Minuten
Gewürzkugeln Abgelaufene Gewürze, Kleber 30 Minuten

1. Adventskranz für Spontane

Wer noch keinen Kranz hat, braucht dafür keine Tannenzweige. Mal oder druck die Zahlen 1 bis 4 auf gleich große Kreise aus Pappkarton und schneide sie aus.

Stanze am oberen Rand je ein kleines Loch und fädle ein Band durch. Binde die Kreise dann an vier große Kerzen, die du auf ein Tablett oder einen Teller stellst. Das ist in rund 15 Minuten fertig und lässt sich nach dem Fest flach verstauen.

2. Alte Weihnachtskugeln aufpeppen

Kugeln, die matt geworden sind oder einen kleinen Riss haben, bekommen ein zweites Leben. Es gibt dafür drei einfache Wege, die auch smarticular beschreibt:

Gerissene Schnipsel wirken lebendiger als sauber geschnittene. Für den Kleister reichen Mehl und Wasser, das ist rein pflanzlich.

3. Schneeflocken aus alten Knöpfen

Dafür brauchst du einen Drahtkleiderbügel, eine Drahtzange, weiße Knöpfe, Kleber und eine Schnur.

  1. Schneide aus dem Bügel 6 lange und 6 kurze Drahtstücke.
  2. Klebe die Stücke abwechselnd sternförmig auf einen großen Knopf.
  3. Klebe entlang der Drähte weitere Knöpfe auf, dann wende die Flocke und wiederhole es auf der Rückseite.
  4. Binde eine Schnur an einer Spitze fest.

Wer mit Draht lieber nicht hantiert, baut einen Stern aus Wäscheklammern: Laut Genialetricks werden sechs halbierte Klammern wieder zusammengeklebt, sternförmig angeordnet und mit Heißkleber fixiert.

4. Sternen-Dose als Windlicht

Zeichne die Sternpunkte auf eine saubere, leere Konservendose und schlage sie mit einem langen Nagel und einem Hammer ein. Ein Teelicht innen wirft dann ein Sternenmuster an die Wand.

Die Anleitung von Helden der Freizeit empfiehlt bei Unsicherheit LED-Teelichter statt echter Kerzen. Die scharfen Kanten der Dose glättest du mit einer Feile.

5. Zuckerstangen-Glas

Ein sauberes Marmeladeglas bekommt mit Bastelkleber diagonale Ringe, auf die du roten und weißen Glitzer streust und andrückst. Danach kommt ein Teelicht hinein.

Der Effekt gleicht einer Zuckerstange und gelingt auch Kindern gut. Wer Plastik vermeiden will, probiert statt Glitzer feines Salz.

6. Gewürzkugeln aus Resten

Abgelaufene Gewürze, Sternanis und Nelken lassen sich auf eine alte Kugel kleben. Trage Kleber auf und wälze sie in gemahlenem Zimt oder Piment, danach klebst du ganze Nelken und Sternanis als Muster auf.

Die Kugeln passen auch an Geschenke. Mehr dazu findest du in den Upcycling-Ideen für Geschenkverpackungen.

Altes Geschenkpapier richtig trennen

Wer weniger Geschenkpapier kauft, produziert weniger Abfall. Was doch übrig bleibt, trennst du mit dem Reißtest: Laut vorarlberg.ORF.at (2025) gehört Papier, dessen Rissstelle Fasern zeigt, ins Altpapier. Dehnt es sich beim Einreißen, ist es beschichtet.

Unbeschichtetes Papier eignet sich dagegen gut als Bastelmaterial, zum Beispiel für die Schnipsel-Kugeln oben.

Mehr Weihnachten ohne Neukauf

Weitere Ideen findest du in diesen Beiträgen:

Häufige Fragen

Was brauche ich für Upcycling-Weihnachtsdeko mindestens?
Eine Schere, einen Cutter, Bastelkleber, Schnur oder Wollreste und ein paar Dinge, die sonst im Müll landen würden. Das sind leere Konservendosen, Marmeladegläser, Zeitungspapier, Stoffreste, alte Knöpfe oder matte Christbaumkugeln. Mehr braucht es für die sechs Ideen in diesem Beitrag nicht.
Welchen Kleber nehme ich, wenn die Deko vegan sein soll?
Kleister aus Mehl und Wasser ist rein pflanzlich und für Papierarbeiten völlig ausreichend. Bei fertigem Bastelkleber, Tapetenkleister oder Heißkleber lohnt ein Blick auf die Packung oder eine kurze Nachfrage beim Hersteller, weil nicht jeder Kleber seine Zusammensetzung vollständig angibt.
Wie bastle ich mit Kindern sicher?
Cutter, Hammer und Heißkleber übernehmen Erwachsene. Kinder können Papier reißen, kleistern, Wolle wickeln, Knöpfe sortieren und Kugeln bemalen. Als Lichtquelle in Dosen und Gläsern sind LED-Teelichter die sicherste Wahl.
Wie lange halten selbstgemachte Papierkugeln?
Bei trockener Lagerung in einer Schachtel viele Jahre. Kugeln aus Zeitungspapier und Kleister sollten nach dem Basteln zwei Tage vollständig durchtrocknen, bevor sie verpackt werden, sonst können sie muffig werden oder verkleben.
Gehört gebrauchtes Geschenkpapier ins Altpapier?
Nur unbeschichtetes Papier ohne Glitzer gehört ins Altpapier. Ein einfacher Test ist das Einreißen. Zeigt die Rissstelle Fasern, ist es Papier. Dehnt sich das Material, ist es beschichtet und gehört in die Kunststoff- oder Restmüllsammlung. Bewahre unbeschichtetes Papier besser auf und nutze es als Bastelmaterial.
Wann sollte ich mit dem Basteln anfangen?
Ende Oktober bis Anfang November ist ein guter Zeitpunkt. Dann sind Dosen, Gläser und Zeitungspapier schnell gesammelt, Kleister und Farbe können in Ruhe trocknen und die Deko hängt rechtzeitig zum ersten Adventwochenende.