Vegane Küchenkräuter: 5 wichtige Tipps für aromatisches Kochen

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Das Wichtigste für aromatisches Kochen mit Kräutern: zarte Kräuter erst am Schluss, robuste von Anfang an und im Herbst rechtzeitig vor dem ersten Frost haltbar machen. Dazu kommen ein Blick auf die Saison und ein heller Platz am Fenster. Diese fünf Tipps zeigen, wie du das ganze Jahr über frische Aromen in deiner veganen Küche hast.

Gerade im Oktober lohnt sich das: Draußen geht die Kräutersaison zu Ende, drinnen beginnt die Zeit der Eintöpfe, Suppen und Ofengerichte, die ohne Kräuter fad bleiben.

1. Küchenkraut, Wildkraut oder Gewürz

Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum oder Schnittlauch verfeinern Speisen und werden meist frisch verwendet. Gewürze sind dagegen meist getrocknete Samen, Rinden oder Wurzeln.

Wildkräuter wie Bärlauch oder Brennnessel wachsen ungepflegt in der Natur. Wenn du sammeln möchtest, besorge dir ein Bestimmungsbuch, denn Verwechslungen können gefährlich sein. Wie du einzelne Kräuter einsetzt, zeigt unser Überblick über die 10 wichtigsten Küchenkräuter.

2. Die Garzeit entscheidet über das Aroma

Zarte und robuste Kräuter brauchen unterschiedlich viel Hitze. Die Faustregel in der Praxis:

Eine Übersichtsarbeit von Opara und Chohan (2014) zeigt außerdem, dass feuchte Garmethoden wie Köcheln oder Schmoren die antioxidative Kapazität von Kräutern und Gewürzen erhöhten, während trockene Hitze beim Grillen und Braten sie verringerte. Ein Grund mehr, Kräuter in Suppen, Eintöpfen und Saucen zu verwenden.

3. Der Saisonkalender für Kräuter

Wer saisonal einkauft, bekommt mehr Aroma für weniger Geld. Die Tabelle zeigt, was in Mitteleuropa wann Hochsaison hat:

Jahreszeit Kräuter
Frühling Bärlauch, Waldmeister, Schnittlauch
Sommer Basilikum, Oregano, Thymian
Herbst Salbei, Rosmarin, Majoran
Winter Getrocknete Kräuter, Petersilie vom Fensterbrett

Im Herbst sind Salbei, Rosmarin und Majoran besonders passend. Sie harmonieren mit Kürbis, Maroni, Pilzen und Wurzelgemüse. Mehr dazu findest du in unseren Artikeln zu Salbei und Thymian.

4. Kräuter vor dem Frost haltbar machen

Sobald Nachtfröste drohen, solltest du frostempfindliche Kräuter wie Basilikum ernten. Am besten schneidest du sie vormittags, wenn der Tau getrocknet ist, die Aromaöle aber noch in den Blättern sind. Die SDSU Extension empfiehlt, Kräuter möglichst kurz vor dem Aufblühen zu konservieren.

Trocknen: Robuste Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Petersilie und Salbei bündelst du und hängst sie kopfüber an einen luftigen Ort. Das dauert laut SDSU Extension etwa 5 bis 10 Tage. Zarte Kräuter wie Basilikum, Oregano oder Minze trocknen in einer Papiertüte mit Löchern, damit Luft zirkulieren kann.

Einfrieren: Petersilie, Basilikum, Minze, Schnittlauch, Dill, Koriander und Oregano lassen sich gut einfrieren. Hacke sie, fülle sie mit Wasser oder neutralem Öl in eine Eiswürfelform und lagere die gefrorenen Würfel im Beutel. Laut SDSU Extension halten sie sich so bis zu 6 Monate.

Auch eine Kräuterpaste oder ein veganes Pesto lässt sich portionsweise einfrieren. Wie du Trockenkräuter und Gewürze danach richtig aufbewahrst, steht in unserem Artikel zum Gewürze richtig lagern.

5. Kräuter auf der Fensterbank überwintern

Du brauchst keinen Garten: Eine helle Fensterbank reicht für 2 bis 3 Töpfe völlig aus. Laut Plantura blockiert modernes Fensterglas einen Teil des Lichts, deshalb sollten die Kräuter so hell wie möglich stehen.

Gut geeignet für drinnen:

Pflege-Basics:

Fazit

Mit der richtigen Garzeit, einem Blick auf die Saison und etwas Vorrat aus Trocknen und Einfrieren schmecken deine veganen Gerichte auch im Winter nach Kräutergarten. Starte mit zwei oder drei Töpfen am Fenster und erweitere sie nach und nach. Die frischesten Kräuter sind immer die selbst gepflückten.

Häufige Fragen

Wann gebe ich frische Kräuter ins Essen?
Zarte Kräuter wie Basilikum, Koriander, Dill und Schnittlauch kommen erst kurz vor dem Servieren dazu, damit ihr Aroma erhalten bleibt. Robuste Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Oregano vertragen lange Garzeiten und dürfen von Anfang an mitköcheln. Getrocknete Kräuter geben ihr Aroma langsamer ab und kommen deshalb früher in den Topf.
Was ist besser, frische oder getrocknete Kräuter?
Beides hat seinen Platz. Frische Kräuter bringen mehr Duft und eignen sich für kalte Gerichte, Salate und das Finish von Suppen. Getrocknete Kräuter sind konzentrierter, deshalb reicht etwa ein Drittel der Menge. Sie passen gut in Eintöpfe, Saucen und Ofengemüse, die länger garen.
Welche Kräuter lassen sich gut einfrieren?
Gut einfrieren lassen sich Petersilie, Basilikum, Minze, Schnittlauch, Dill, Koriander und Oregano. Am besten hackst du sie, füllst sie mit etwas Wasser oder neutralem Öl in eine Eiswürfelform und gibst die gefrorenen Würfel in einen Gefrierbeutel. Die Würfel eignen sich für Suppen, Saucen und Pfannengerichte, weniger für Salate.
Wie lange halten getrocknete Kräuter?
Luftdicht in Gläsern, dunkel und kühl gelagert, behalten getrocknete Kräuter einige Monate lang ein gutes Aroma. Danach werden sie nicht gefährlich, aber merklich schwächer. Riech einfach vor dem Verwenden: Riecht das Kraut kaum noch, kannst du eine größere Menge nehmen oder es ersetzen.
Welche Kräuter wachsen im Winter auf der Fensterbank?
Schnittlauch, Petersilie, Minze, Gartenkresse und Basilikum kommen drinnen zurecht, wenn der Platz hell ist. Auf der Fensterbank über einer Heizung wird es oft zu warm und trocken, besser ist ein heller Platz ohne direkte Heizungsluft. Mehrjährige Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei mögen im Winter einen kühlen, hellen Standort und wenig Wasser.
Lohnt sich der Kauf von Bio-Kräutern?
Das österreichische Gesundheitsportal empfiehlt, Kräuter aus biologischer Landwirtschaft zu bevorzugen, weil dort keine chemisch-synthetischen Pestizide und Düngemittel eingesetzt werden. Wer selbst Kräuter zieht, hat die Kontrolle über Erde und Dünger. Gewaschen werden sollten Kräuter in jedem Fall.